Schwerer sexueller Kindesmissbrauch : Malchower steht in Dresden vor Gericht: Geständnis im Prozess

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Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter aus Mecklenburg-Vorpommern muss sich am Dresdner Landgericht wegen Kindesmissbrauchs verantworten. Während seine Ex-Freundin zur Sache aussagt, schickt er seinen Verteidiger vor.

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30. April 2019, 14:46 Uhr

Der wegen Kindesmissbrauchs am Dresdner Landgericht angeklagte Mann aus Malchow hat die Taten gestanden. Sein Mandant räume alle Vorwürfe wie angeklagt ein, sagte sein Verteidiger nach dieser kurzen Einlassung hinter verschlossenen Türen am Dienstag. Zuvor machte die wegen Beihilfe beschuldigte Ex-Lebensgefährtin, auf deren Aussagen die Anklage beruht, Angaben zur Sache.

Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Jugendschutzkammer hatte zum Auftakt einem Antrag ihrer Verteidigung stattgegeben und die Öffentlichkeit aus dem Saal geschickt. Der Schutz der persönlichen Sphäre der zweifachen Mutter überwiege das öffentliche Interesse, sagte der Vorsitzende Richter.

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Susan Ebel
 

Nach Angaben ihrer Anwältin steht die 31-Jährige seit Jahren unter psychischer Betreuung und war schon in stationärer Behandlung.

Insgesamt geht es um zehn Taten

Der einschlägig vorbestrafte 34-Jährige ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Die Staatsanwaltschaft sieht bei ihm einen Hang zu derartigen Taten und hat Sicherungsverwahrung beantragt. Er soll über eine Dating-Plattform gezielt Kontakt zu alleinerziehenden Müttern in Sachsen aufgenommen haben, um sich an deren Töchtern zu vergehen. Insgesamt geht es in dem Verfahren um zehn Taten, drei Fälle davon betreffen eine Siebenjährige aus Chemnitz.

Die mitangeklagte Dresdnerin hat ihren damaligen Freund laut Anklage unterstützt, der Heirat und ein neues Leben in Dubai versprach. Sie habe ihm wunschgemäß kinderpornografische Fotos und Videos ihrer beiden Töchter geschickt. Das ein Jahr alte Mädchen soll er schon beim ersten Besuch missbraucht und sich bei der Reise gen Süden dann mehrfach an der vierjährigen Schwester vergangen haben. Die Mutter habe die Kinder „vorbereitet“ und nicht eingegriffen.

Der Mann war Ende Oktober 2018 in Malchow gefasst worden

Der Fall hatte für Aufregung gesorgt, weil ihn ein Amtsgericht dort erst im September wegen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt hatte. Er blieb auf freiem Fuß, weil der Richterspruch noch nicht rechtskräftig ist. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt noch in weiteren Fällen gegen ihn.

Der Prozess wird am 17. Mai fortgesetzt. Die Kammer beraumte zudem zwei weitere Termine bis Mitte Juni an. Zusätzlich sollen zwei frühere Lebensgefährtinnen des Angeklagten geladen werden.

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