Mecklenburg-Vorpommern : MV-Werften bestätigen Verlängerung der Kurzarbeit

 
 

Nachdem am Dienstag bereits die Mitarbeiter informiert wurden, bestätigte das Unternehmen am Mittwochmorgen die Verlängerung der Kurzarbeit.

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29. April 2020, 08:52 Uhr

Die MV-Werften haben die Kurzarbeit wegen der Corona-Pandemie für die rund 3100 Mitarbeiter bis Ende Juni verlängert. Das hat das Unternehmen am Mittwochmorgen nun auch selbst auf seiner Internetseite bekanntgegeben. Die Rahmenbedingungen für eine reibungslose Fertigung seien unverändert ineffizient, hieß es zur Begründung.

Bereits am Dienstag hatte die Gewerkschaft IG Metall die Information bekanntgegeben. Zu dem Zeitpunkt wollten die MV Werften das zunächst nicht bestätigen. Die Mitarbeiter seien am Dienstag über die Planungen informiert worden. Darüber hinaus würde die Corona-Lage fortwährend analysiert und die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs würden permanent bewertet.

600 Millionen Euro Staatshilfen

Die MV-Werften sind in der Corona-Krise in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Sie können daher auf 600 Millionen Euro Staatshilfen bis Jahresende hoffen. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der vergangenen Woche in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Landtags.

Offen ist demnach noch, ob die Unterstützung als Kredit, Bürgschaft oder in anderer Form gewährt wird. Die Zulieferer sollen wegen unbezahlter Lieferungen an die MV-Werften mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützt werden. Diese Hilfen müssen später zurückgezahlt werden.

Infolge der Corona-Krise ruht seit Mitte März die Arbeit auf den MV-Werften an den drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund. Die MV Werften gehören zur malaysischen Genting-Gruppe. Sie bauen Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt.

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