Neue Statistik liegt vor : MV: Weniger Unfälle - mehr Tote und Verletzte

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Es gab 86 Verkehrstote - sieben mehr als 2017, dem Jahr mit dem bisherigen Tiefststand. Verletzt wurden 7011 Menschen, wie der Inspekteur der Landespolizei, Wilfried Kapischke, am Dienstag in Schwerin erklärte.

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30. April 2019, 20:00 Uhr

Insgesamt ereigneten sich den Angaben zufolge 57 477 Unfälle - knapp 900 weniger als im Vorjahr. Allerdings sei der Rückgang ausschließlich durch einen Rückgang bei Unfällen mit reinen Blechschäden verursacht, in allen anderen Bereichen seien die Zahlen gestiegen. Die meisten Verunglückten waren Pkw-Insassen (3946), gefolgt von Fahrradfahrern (1556).

Hauptunfallursache bei Crashs mit Toten oder Schwerverletzten blieb überhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von Vorfahrtsfehlern und zu geringem Sicherheitsabstand. Besonders gefährliche Orte sind demnach Alleestraßen: Allein 34 Menschen starben beim Zusammenstoß von Autos mit Bäumen, sagte Kapischke. Schon bei 55 km/h könnten Insassen schwere Verletzungen erleiden. «Bei einem Crash mit 90 km/h, eine durchaus realistische Geschwindigkeit in Alleen, in denen Bäume ungeschützt am Straßenrand stehen, zerteilt der Baum das Auto regelrecht.» Im Juni solle deshalb eine neue Präventionskampagne zu den Risiken bei der Befahrung von Alleen vorgestellt werden, sagte Maik Schröder vom Verkehrsreferat des Innenministeriums.

Die Polizei registrierte unter anderem mehr Verstöße wegen zu schnellen Fahrens (+9,5 Prozent), Handynutzung (+13 Prozent), Alkoholisierung (+11,7 Prozent) und Drogeneinfluss (+16,9 Prozent). Ob die Zunahme nur auf häufigere Kontrollen oder auf eine tatsächliche Zunahme von regelwidrigem Verhalten zurückgehe, könne er nicht sagen, da über die Zahl der Kontrollen keine Statistik geführt werde, sagte Kapischke. Im Fall von Drogenkontrollen seien die Beamten aber besser und spezieller geschult.

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