Mecklenburg-Vorpommern : Weiter keine Einigung über neue Tarife im öffentlichen Nahverkehr

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Am Montag wurde der Rostocker Nahverkehr nicht nur erneut wieder bestreikt, auch die Tarifverhandlungen wurden geführt.

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17. Februar 2020, 16:28 Uhr

Auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern ist ergebnislos beendet worden. Das teilte die Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Gabriele Axmann, am Montagnachmittag mit.

Die Gewerkschaft Verdi habe weiterhin eine Gehaltssteigerung von bis zu 20 Prozent für das Jahr 2020 gefordert. Eine Umsetzung der Forderung würde für ein Kostenvolumen von mehr als acht Millionen Euro jährlich sorgen, was insbesondere die Kunden durch Fahrpreiserhöhungen und Angebotseinschränkungen treffen würde.

Wie Axmann weiter sagte, hatten die Arbeitgeber in dieser Verhandlungsrunde ihr Angebot hinsichtlich der Laufzeit angepasst. Sie hätten ein Plus von 70 Euro monatlich oder eine Einmalzahlung von 500 Euro bis zum 30. Juni angeboten.

Nicht für eine Stellungnahme zu erreichen

"Wir bedauern die nun wieder zu erwartenden Arbeitsniederlegungen mit den damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste.", so die Verhandlungsführerin Axmann. "Ein weiterer Verhandlungstermin macht erst Sinn, wenn sich die Gewerkschaft erkennbar bewegt."

Verdi war am Montagnachmittag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Gewerkschaft hatte am Morgen vor Beginn der Tarifverhandlungen mit einem Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn-AG Druck aufgebaut. Der öffentliche Nahverkehr in der Hansestadt stand mehrere Stunden lang still.

Zuvor hatte es bereits mehrere Warnstreiks gegeben: Verdi fordert für die landesweit 1500 Mitarbeiter im Nahverkehr 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar sowie einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro.

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