Bei Konferenz im pfälzischen Deidesheim : MV: Sozialministerin Drese kritisiert Suppen für Mädchen und Jungen

Stefanie Drese, Sozialministerin (SPD)
Stefanie Drese, Sozialministerin (SPD)

Die Tütensuppe für Jungs heißt «Champions» und hat eine blaue Verpackung, die für Mädchen ist rosa und heißt «Glamour Queens». Werbung wie diese stößt bei der SPD-Politikerin auf Kritik.

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07. Juni 2019, 16:13 Uhr

«Wir brauchen keine speziellen Lebensmittel für Männer und Frauen, die vor veralteten Rollenklischees nur so triefen», sagte sie anlässlich der Gleichstellungsministerkonferenz am Freitag in Deidesheim (Rheinland-Pfalz).

Die Ministerkonferenz regte eine Selbstverpflichtung an, darauf zu verzichten, Geschlechterklischees zu konstruieren und zu reproduzieren. Der Deutsche Werberat stehe in der Verantwortung, seinen Werbekodex weiter zu präzisieren.

AfD verwundert über Vorstoß

Kritik übte die Ministerrunde laut Drese auch am sogenannten Gender Pricing, das heißt unterschiedliche Preise für Produkte für Frauen und Männer. Meist würden die speziell für Frauen hergestellten Produkte zu einem höheren Verkaufspreis angeboten werden als funktionsgleiche «Männer-Produkte», sagte sie. Zugrund liege die Annahme, dass Frauen bereit sind, für diese Produkte mehr Geld auszugeben.

Die AfD im Schweriner Landtag zeigte sich verwundert, dass die Sozialministerin zu Fertigsuppen für Mädchen und Jungen eine Pressemitteilung herausgibt. «Man könnte darüber lachen, wenn es an anderer Stelle nicht so schlecht um den Betreuungsschlüssel an Kitas, die Bezahlung von Erziehern und die sozialen Lage allgemein in Mecklenburg-Vorpommern stehen würde», sagte der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes.

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