Gedenken an Ende des Zweiten Weltkriegs : Linke will 75 Jahre Kriegsende als gesetzlichen Feiertag

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Arbeitsfrei am 8. Mai 2020 - damit will die Linke den 75. Jahrestag des Kriegsendes von 1945 besonders würdigen. Die Idee finden nicht alle toll.

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02. April 2019, 15:02 Uhr

Zur besonderen Erinnerung an den 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs soll der 8. Mai 2020 nach dem Willen der Linken in Mecklenburg-Vorpommern ein gesetzlicher Feiertag werden. „Mecklenburg-Vorpommern würde damit dem Beispiel des Landes Berlins folgen, das den 75. Jahrestag ebenfalls zum einmaligen gesetzlichen Feiertag erklärt hat“, begründet die Landtagsfraktion der Linken am Dienstag ihren Gesetzesvorschlag, den sie kommende Woche dem Parlament unterbreiten will.

Vom Gedenktag zum Feiertag - für ein Jahr

Weil ein Arbeitstag wegfiele, entstünden für die Wirtschaft möglicherweise Nachteile, räumen die Linken ein. Diese seien aber wegen der Bedeutung des Tages und der zeitlichen Begrenzung vertretbar. Der 8. Mai ist in Mecklenburg-Vorpommern als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkriegs bislang ein offizieller Gedenktag, jedoch kein arbeitsfreier Feiertag.

CDU übt Kritik, SPD offen für Vorschlag

Die CDU reagierte ablehnend. „Alle paar Wochen kommt die Fraktion Die Linke mit einer neuen Feiertagsidee um die Ecke - Kindertag, Frauentag, und jetzt ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes 1945“, sagte der rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Landtag, Sebastian Ehlers. „Die Diskussion wird erkennbar beliebig.“ Das Ende der nationalsozialistischen Diktatur sei aber ein ernstes Thema.

Die SPD zeigte sich offener. Die historische Bedeutung des 8. Mai 2020 habe in seiner Fraktion Verständnis für den Antrag der Linken ausgelöst, zumal es sich um einen einmaligen Feiertag handeln würde, sagte deren wirtschaftspolitischer Sprecher, Jochen Schulte. „75 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges hätten wir uns ein besonderes Gedenken vorstellen können.“ Es sei bedauerlich, dass der Koalitionspartner bereits signalisiert habe, dem Ansinnen der Linken nicht zustimmen zu wollen.

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