Coronavirus in MV : Linke fordern 200 Euro Pandemie-Zuschlag auf Grundsicherung

 
 

Die Partei will angesichts der Corona-Krise eine Aufstockung von Hartz IV und Sozialhilfe. An bisherigen Lösungen übt sie Kritik.

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27. April 2020, 16:43 Uhr

Die Linken haben angesichts der Corona-Krise einen Pandemie-Zuschlag von 200 Euro pro Monat auf Hartz IV und Sozialhilfe gefordert. „Besonders arme und armutsbedrohte Kinder, und damit jedes dritte Kind in M-V, sind in der Krise existenziell betroffen“, sagte Jacqueline Bernhardt, Kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, in einer am Montag in Schwerin veröffentlichten Mitteilung.

Weiterlesen: Essen soll zu armen Kindern nach Hause kommen

Rückwirkend ab März anrechnen

Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket stünden zum großen Teil nicht zur Verfügung. Das Mittagessen, das nicht in der Kita oder Schule verzehrt werden könne, müsse aus dem Hartz-IV-Regelsatz finanziert werden. „Auch die vorgesehene Neuregelung, dass Essen an zentralen Punkten abgeholt werden kann, ist keine praktikable Lösung“, betonte Bernhardt. Der Zuschlag solle rückwirkend ab März auf die Grundsicherung angerechnet werden.

Mittagessen für bedürftige Kinder

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte vor wenigen Wochen zugesichert, dass Kommunen die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flexibler einsetzen könnten, etwa um bedürftigen Kindern ein kostenloses Mittagessen nach Hause liefern zu können.

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