Politik : Landesregierung plant Kompetenzzentrum zu Arbeit 4.0

Details wurden noch nicht bekanntgegeben. Offen bleibt auch, wann und wo das Kompetenzzentrum seine Arbeit aufnimmt.

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02. Dezember 2018, 05:00 Uhr

Die Landesregierung will die Unternehmen bei den großen Veränderungen der Arbeitswelt wegen der Digitalisierung unterstützen. Sie plant, ein Kompetenzzentrum zur Arbeit 4.0 zu schaffen, wie aus einer am Sonnabendveröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Landtagsabgeordneten Henning Foerster hervorgeht. Details wurden noch nicht bekanntgegeben. Offen blieb auch, wann und wo das Kompetenzzentrum seine Arbeit aufnimmt.

Die Regierung verwies darauf, dass sich Firmen fast aller Branchen die Fortbildungen ihrer Mitarbeiter zu 50 Prozent vom Land fördern lassen können. Ausgenommen seien Unternehmer wie Ärzte, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.

Im Frühjahr war bereits ein Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum in Rostock eröffnet worden. Es will gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen Strategien zur Umstellung auf die digitale Technik entwickeln. Im Zentrum der Arbeit stünden zunächst Firmen aus den Branchen Gesundheit, Medizintechnik und Tourismus, hieß es bei der Eröffnung. Hintergrund sei, dass für viele kleine Unternehmen die Umstellung von Arbeitsabläufen auf digitale Systeme nicht selbstverständlich sei. Hemmschwellen müssten abgebaut werden.

Foerster reichen die Maßnahmen des Landes nicht. Das Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit, in dem die Landesregierung zentrale Zukunftsfragen mit den Sozialpartnern diskutiert, habe seit der vergangenen Landtagswahl nicht ein einziges Mal getagt, kritisierte er. «Und auch das bereits mehrfach angekündigte Nachfolgeformat "Zukunftsbündnis Digitalisierung" hat bis heute nicht das Licht der Welt erblickt.» Das wichtige Vorhaben des Arbeit-4.0-Kompetenzzentrums ohne das Bündnis für Arbeit zu installieren, dürfte sich als wenig konstruktive Variante erweisen, kritisierte Foerster.

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