Landeserntedankfest in Dummerstorf : Ein Bauer ernährt 145 Menschen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mahnte, die Arbeit der Bauern zu schätzen.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mahnte, die Arbeit der Bauern zu schätzen.

Ministerpräsidentin Schwesig fordert auf dem Landeserntedankfest mehr Wertschätzung für Landwirte

svz.de von
07. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat mehr Respekt für die Arbeit der Bauern eingefordert. „Leider fehlt oft die Wertschätzung für das, was die Landwirte für uns alle leisten“, sagte die SPD-Politikerin gestern beim Erntedankfest in Dummerstorf bei Rostock. „Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Das müssen wir uns immer wieder bewusst machen.“ Das Erntedankfest sei eine gute Tradition und mache bewusst, dass gesunde Lebensmittel nicht selbstverständlich sind, sagte Schwesig. Dürre und hohe Temperaturen hätten den Bauern in diesem Jahr alles abverlangt.

 

Schwesig erinnerte daran, dass Bund und Land von Ernteausfällen betroffenen Bauern helfen. Dazu zählten der Aufschub für Steuern sowie die Stundung von Raten bei öffentlichen Darlehen und bei Pachten für Landesflächen. Die Regierungschefin verwies auf das Schadensausgleichprogramm der Länder, an dem sich der Bund mit bis zu 170 Millionen Euro beteiligt.

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Bauernpräsident Detlef Kurreck betonte, in diesem Jahr habe es „nicht viele glückliche, zufriedene Momente während der Vegetations- und Erntezeit“ gegeben. „2018 war einfach kein gutes Jahr für die Landwirtschaft.“ Trotz aller Schwierigkeiten dürfe Dankbarkeit für die Arbeit und die Erträge nicht vergessen werden, sagte Kurreck. Auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) forderte die Menschen auf, mit dem Landeserntedankfest diejenigen deutlicher ins Blickfeld zu rücken, die hinter der Vielfalt an Lebensmitteln stehen.

Der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn machte zum Auftakt des Erntedankfestes auf die Existenzsorgen von Agrarbetrieben aufmerksam. „Mit ihnen zu fühlen, ihnen nach unseren Möglichkeiten beizustehen und sei es dadurch, dass sie bei uns ein offenes Ohr für ihre Sorgen finden – darauf kommt es an.“

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