Folgen des Coronavirus : Kurzarbeit bei MV-Werften bis Ende Juni verlängert

 
 

Die rund 3100 Mitarbeiter wurden am Dienstagmorgen informiert. Die Werften stecken in erheblichen Schwierigkeiten.

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28. April 2020, 17:04 Uhr

Die Kurzarbeit bei den MV-Werften im Zuge der Corona-Pandemie wird nach Angaben der IG Metall bis Ende Juni verlängert. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Dienstag auf Anfrage. Ursprünglich sollte die Arbeit am kommenden Montag wieder aufgenommen werden. Nach einem Bericht des NDR wurden die rund 3100 Mitarbeiter am Dienstagmorgen darüber informiert. Ein Sprecher der MV-Werften wollte die Verlängerung des Fertigungsstopps zunächst nicht bestätigen.

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Die MV-Werften sind in der Corona-Krise in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Sie können daher auf 600 Millionen Euro Staatshilfen bis Jahresende hoffen. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der vergangenen Woche in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Landtags.

Arbeit ruht seit Mitte März

Offen ist demnach noch, ob die Unterstützung als Kredit, Bürgerschaft oder in anderer Form gewährt wird. Die Zulieferer sollen wegen unbezahlter Lieferungen an die MV-Werften mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützt werden. Diese Hilfen müssen später zurückgezahlt werden.

Infolge der Corona-Krise ruht seit Mitte März die Arbeit auf den MV-Werften an den drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund. Die MV Werften gehören zur malaysischen Genting-Gruppe. Sie bauen Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt.

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