Finanzierung : Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich im Stich gelassen

Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. /dpa/Archivbild
Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. /dpa/Archivbild

Die Finanzierung der Krankenhäuser reiche nicht aus.

von
21. März 2020, 18:42 Uhr

Mit heftiger Kritik haben die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern auf den Entwurf eines Eilgesetzes aus dem Bundesgesundheitsministerium zur Corona-Krise reagiert. Die Finanzierung der Krankenhäuser darin reiche nicht aus, heißt es in einer Mitteilung der Landeskrankenhausgesellschaft vom Samstag.

Minister Jens Spahn (CDU) habe in den vergangenen Wochen versprochen, die Krankenhäuser für ihre wichtige Aufgabe in der Corona-Krise von jeglichem finanziellen Schaden freihalten zu wollen. Nun solle es lediglich eine Finanzierung der Fixkosten für leerstehende Betten geben.

Behandlungskapazitäten für Corona-Patienten

Krankenhäuser haben planbare Operationen abgesagt, um Behandlungskapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen. Dadurch entgehen ihnen Einnahmen. Während die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern ihre Hausaufgaben zum Aufbau von Beatmungsbetten gemacht hätten, habe das Bundesministerium für Gesundheit völlig versagt, meinte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Uwe Borchmann. Er forderte die Landesregierung sowie die Bundestagsabgeordneten aus MV dazu auf, gegenüber dem Bund im Sinne der Krankenhäuser Position zu beziehen.

Spahn will im Eilverfahren ein großes Paket an Hilfs- und Schutzgesetzen auf den Weg bringen. Es soll bereits kommende Woche beschlossen werden.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus finden Sie in unserem Liveticker und auf unserer Dossierseite.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen