Nach Corona-Infektionsfall : Kita in Waren öffnet wieder

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Die wegen der Corona-Infektion eines Kindes in der Vorwoche geschlossene Kindertagesstätte in Waren/Müritz wird am Donnerstag wieder öffnen.

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06. Mai 2020, 12:38 Uhr

Die wegen der Corona-Infektion eines Kindes in der Vorwoche geschlossene Kindertagesstätte in Waren/Müritz wird am Donnerstag wieder öffnen. Alle eingesetzten Erzieher und die damals noch betreuten Kinder sowie deren Eltern seien gesund und könnten die vorsorglich verhängte Quarantäne wieder verlassen, teilte eine Sprecherin des Landkreises m Mittwoch mit.

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Informationen, wo sich das dreijährige Kind mit Covid-19 angesteckt haben könnte, längen nicht vor. Früheren Angaben zufolge waren in umfangreichen Untersuchungen alle Kontaktpersonen getestet worden, die Symptome hatten. Die Testergebnisse seien aber alle negativ gewesen. Nahe Angehörige des erkrankten Kindes wurden teilweise zwei Mal getestet, ebenfalls mit negativen Resultaten.

Wie René Boldt als Regionalgeschäftsführer des Kita-Betreibers sagte, waren zum Zeitpunkt der Diagnose acht Kinder in der Notbetreuung. „Wir hatten viel Glück, dass nur ein Kind betroffen war und auch keine Erzieherin infiziert wurde", betonte Boldt. Er gehe davon aus, dass in den kommenden Tagen wegen der erweiterten Betreuungsregeln deutlich mehr Familien die Notfallbetreuung nutzen werden. Die Einrichtung in Waren stelle sich auf bis zu 20 Kinder ein. In der Kita seien regulär 42 Kinder angemeldet.

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Für die landesweit rund 4500 Kinder bei Tagesmüttern und Tagesvätern soll nach den Worten von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am 11. Mai die übliche Betreuung wieder beginnen, allerdings auch dort unter verschärften Hygieneregeln. Eine Woche später, am 18. Mai, sollen dann alle 13.600 Vorschulkinder in die Kitas zurückkehren können. Die Pläne sollen am Donnerstag Thema in einer Kabinettsklausur sein, bei der auch weitere Schritte des Landes aus dem Corona-Lockdown besprochen werden.

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Als erster Öffnungsschritt war am 27. April schon die Notbetreuung deutlich ausgeweitet worden, indem mehr Berufe als systemrelevant eingestuft wurden und auch Alleinerziehende stärker Berücksichtigung finden. Aktuell werden nach Angaben des Sozialministeriums rund 20 Prozent der landesweit rund 112 000 Kita-Kinder wieder betreut.

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