„Tropfen auf den heißen Stein“ : Kinderhilfe kritisiert Kinderbonus

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Die Deutsche Kinderhilfe hält den von der Bundesregierung geplanten Kinderbonus von einmalig 300 Euro pro Kind für nicht zielführend.

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04. Juni 2020, 16:13 Uhr

Die Deutsche Kinderhilfe hat den von der Bundesregierung geplanten Kinderbonus von einmalig 300 Euro pro Kind als einen „Tropfen auf den heißen Stein“ kritisiert. Für den Bundeschef der Kinderhilfe, Rainer Becker, handelt es sich um „eine Salamitaktik, um die Menschen ruhigzustellen“.

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Bei denen, die es wirklich nötig haben, werde sich mit dem Geld nichts ändern, sagte Becker der Deutschen Presse-Agentur. Bei den anderen handele es sich um eine nette Geste. Mit dem Geld in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro hätte etwas Sinnvolleres getan werden können. Becker sprach dabei über die Ausstattung der Schulen mit Computertechnik.

Der steuerpflichtige Kinderbonus soll laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) aller Wahrscheinlichkeit nach in drei Raten von je 100 Euro überwiesen werden.

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MV-Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) begrüßte den Bonus. Wichtig sei, dass er nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird. „Das ist eine echte Unterstützung zur Bewältigung der Coronakrise vor allem für Familien mit geringem Haushaltseinkommen.“ Im Nordosten würden davon 310.000 Kinder in 205.000 Familien, Lebensgemeinschaften oder Alleinerziehenden profitieren.

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