Keine Ahnung von der Gemütslage? : Linke fordert Rücktritt des Ostbeauftragten der Regierung

Eine Besucherin betrachtet am Montag (15.08.2005) im gerade eröffneten Wahlbüro der Partei 'Die Linke.PDS' in den Bahnhofspassagen in Potsdam das erste Großflächenplakat der Partei zur vorgezogenen Bundestagswahl. In den nächsten Tagen soll die bundesweite Plakatierung beginnen.

Eine Besucherin betrachtet am Montag (15.08.2005) im gerade eröffneten Wahlbüro der Partei "Die Linke.PDS" in den Bahnhofspassagen in Potsdam das erste Großflächenplakat der Partei zur vorgezogenen Bundestagswahl. In den nächsten Tagen soll die bundesweite Plakatierung beginnen.

Im „Business Insider“ hatte Hirte die PDS für heutige Erfolge der AfD im Osten mitverantwortlich gemacht.

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30. August 2019, 12:20 Uhr

Linke-Chefin Katja Kipping hat einen sofortigen Rücktritt des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte, gefordert. Hintergrund sind Äußerungen des CDU-Politikers zur Vorgängerpartei der Linken.

Im „Business Insider“ hatte Hirte die PDS für heutige Erfolge der AfD im Osten mitverantwortlich gemacht. „Man könnte sagen, dass die PDS-Linke gesellschaftlich gesät hat, was heute die AfD erntet.“ Die PDS habe über Jahre und Jahrzehnte Unterschiede und angebliche Benachteiligungen betont.

„Desinteresse an der Situation im Osten“

Linke-Chefin Katja Kipping sagte am Freitag laut einer Mitteilung, Hirte offenbare „absolutes Desinteresse an der Gemütslage und der Situation im Osten. Wer ein solches Maß an Ignoranz gegenüber dem Osten an den Tag legt, ist allenfalls die Karikatur eines Ostbeauftragten. Er sollte sofort zurücktreten“.

Die „Demütigungserfahrungen der Nachwendezeit“ und „30 Jahre Marktradikalismus“ hätten dem Rechtsruck den Boden bereitet, sagte Kipping. Viele Menschen im Osten hätten damals Demütigungen verdrängt und zum Teil vor der Familie und vor sich selbst verborgen. „Nun, 30 Jahre später, kommen die verdrängten Traumata wieder hoch - nicht selten in destruktiver Form“.

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