Mecklenburg-Vorpommern : Kein Nachschreiben ausgefallener Klausuren

Die Corona-Krise ist auch eine Bewährungsprobe für unser Bildungssystem.
Die Corona-Krise ist auch eine Bewährungsprobe für unser Bildungssystem.

Notengebungen würden vornehmlich dann stattfinden, wenn Schüler so die Chance erhalten, sich zu verbessern.

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30. April 2020, 14:50 Uhr

Die Landesregierung hat wichtige Beschlüsse für Schüler im Land getroffen. Wie Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Donnerstag mitteilte, müssen sie wegen der Schulschließungen ausgefallene Klausuren nicht nachschreiben. „Niemand muss in Sorge sein, in der noch verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien Leistungsnachweise erbringen zu müssen, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind“, betonte sie.

Geänderte Prüfungsordnung

Notengebungen würden vornehmlich dann stattfinden, wenn Schüler so die Chance erhalten, sich zu verbessern. Sie wisse, dass viele Schüler gerade aus Abschlussklassen von der Sorge getragen sind, wie sie bisher fehlende wichtige Noten nachholen können, sagte Martin. „Ich sage ganz klar: “Diese Sorge muss niemand haben.„“ Die geänderte Prüfungsordnung sei eine angemessene Reaktion auf die Situation in dieser Zeit.

Zudem sei die Abiturprüfungsverordnung für die 11. und 12. Klassen so geändert worden, dass die Zahl der erforderlichen Leistungsnachweise deutlich reduziert wird. Für viele Schüler würden damit die bis zur Schulschließung erbrachten Leistungen bereits ausreichen.

Noten ausschließlich zur Leistungsverbesserung

Das gelte auch für die zehnten Klassen, die sich auf die Mittlere Reife vorbereiten. Die, die ihre Noten verbessern möchten, erhielten dazu die Gelegenheit. Martin sagte, dass es ausschließlich Noten zur Leistungsverbesserung geben werde.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 151 600 Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen und 34 200 an beruflichen Schulen. Am kommenden Montag werden rund 34 000 von ihnen wieder in ihre Schulen zurückkehren. Das sind die 4. Klassen an den Grundschulen, die 9. Klassen an den regionalen Schulen sowie die 11.Klassen an Gymnasien.

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