Ahrenshoop : Kegelrobbe am Strand gesichtet - Polizei greift ein

Der Grund für den Einsatz.

Der Grund für den Einsatz.

In Ahrenshoop hat sich am Sonntag ein besonderer Gast blicken lasen. Eine zeitweilige Sperrung war die Folge.

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08. Juni 2020, 12:01 Uhr

Wie die Polizei mitteilt, wurden die Beamten des Reviers Ribnitz-Damgarten am Sonntag über eine Kegelrobbe am Strand von Ahrenshoop informiert. Durch eine Mitarbeiterin des BUND wurde gegen 17.30 Uhr telefonisch mitgeteilt, dass sowohl von dem Wildtier eine Gefahr ausgehen kann als auch für das Tier eine Gefahr besteht, weshalb zum Schutz eine weiträumige Absperrung am Strand benötigt wird.

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Polizei
 

Tier könnte sich zur Wehr setzen

Durch die eingesetzten Polizeibeamten konnte bestätigt werden, dass sich im Bereich einer Buhne eine Kegelrobbe befand und sich augenscheinlich dort am Strand ausruhte. Weiterhin registrierten sie regen Personenverkehr in diesem Bereich. Da es sich bei dieser besonders geschützten Art um ein Wildtier handelt, bestand die Möglichkeit, dass sich das Tier zur Wehr setzt und ggf. beißt, wenn sich beispielsweise Passanten oder Hunde zu dicht nähern. Ebenso kann es aufgrund von Menschenansammlungen dazu führen, dass die Kegelrobbe Stress erleidet. Deshalb wurde der Strandbereich kurzfristig durch die Polizeibeamten und mit Unterstützung des örtlichen Stadtbauhofes abgesperrt. Die Sperrung war jedoch nur temporär erforderlich und der Polizeieinsatz gegen 20:30 Uhr beendet, da sich die Kegelrobbe wieder ins Wasser zurückzog.

Das sind die BUND-Empfehlungen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) empfiehlt, sich insbesondere beim Auffinden von Jungtieren am Strand keine Sorgen zu machen und die Robben in Ruhe zu lassen. Es sei ganz natürlich, dass die kleinen Robbenbabys in den ersten Wochen alleine am Strand liegen, während das Muttertier zur Jagd im Wasser unterwegs sei. Diese kehrt nach ihrem Fischfang jedoch regelmäßig zum Säugen ihres Jungen zurück. Ebenso rät der BUND, private Fotos erst zeitverzögert zu veröffentlichen, um keinen Besucheransturm zu verursachen.

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