Juli-Wetter in MV : Großes Regendefizit und kleines Sonnenplus

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Deutschland stöhnte Ende Juli unter einer Rekordhitze. Vielerorts wurden die 40 Grad Celsius überschritten. Damit setzte sich auch die Trockenheit fort, unter der auch Mecklenburg-Vorpommern leidet.

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30. Juli 2019, 18:14 Uhr

Auch die Gewittergüsse zum Monatsende haben das Regendefizit im Juli in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr grundlegend beheben können. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag mitteilte, fiel der vorläufigen Monatsbilanz zufolge im Nordosten mit durchschnittlich 35 Liter je Quadratmeter nur wenig mehr als die Hälfte der sonst üblichen Menge. Im langjährigen Mittel beträgt die Regenmenge im Sommermonat Juli für das Land 66 Liter je Quadratmeter.

Die fehlenden Niederschläge machen sich inzwischen immer deutlicher auch an den geringen Wasserständen in Seen und an Flüssen bemerkbar. Dabei wirkt auch die Trockenheit vom Vorjahr nach. Mit bundesweit rund 55 Litern Regen pro Quadratmeter fehlte dem Juli nach DWD-Angaben ein Drittel zum Soll von 78 Litern.

Durchschnittstemperatur von 18,2 Grad

Während im Süden der Bundesrepublik Ende Juli die Quecksilbersäulen nach oben schossen und die Rekorde purzelten, erreichten die Temperaturen in Mecklenburg-Vorpommern die bisherigen Höchstwerte nicht. Der DWD errechnete für den Nordosten im Juli eine Durchschnittstemperatur von 18,2 Grad Celsius.

Dieser Wert lag zwar um 1,4 Grad über dem langjährigen Mittel, bedeutete aber, dass das Küstenland in der Haupturlaubszeit nach den Berechnungen des DWD das zweitkühlste Bundesland war. Für ganz Deutschland betrug die Durchschnittstemperatur 18,9 Grad. Das lag 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Nur in Schleswig-Holstein kühler

Kühler als in Mecklenburg-Vorpommern war es nur im Nachbarland Schleswig-Holstein mit 17,5 Grad Celsius. Auch bei der Sonnenscheindauer blieb der Norden hinter dem Nordosten zurück. Schleswig-Holstein verzeichnete 185 Stunden, Mecklenburg-Vorpommern hingegen 230 Stunden und damit mehr als die 223 Stunden im langjährigen Mittel. Das Saarland war mit örtlich mehr als 310 Stunden auf der absoluten Sonnenseite.

Der Juli 2019 geht aber in die Annalen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein: «Drei Tage in Folge 40 Grad, dabei 25 Mal Höchstwerte von 40 Grad und mehr - das geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein», sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich am Dienstag in Offenbach zur vorläufigen Monatsbilanz nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen. Der Temperatur-Höchstwert von 42,6 Grad in Lingen im Emsland lag mehr als zwei Grad über dem bisherigen Rekord.

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