Institut für Wirtschaftsforschung : Ostdeutsche Wirtschaft wächst deutlich stärker

Produktionsanlage in der BASF GmbH in Schwarzheide.

Produktionsanlage in der BASF GmbH in Schwarzheide.

Einer aktuellen Prognose zufolge wächst die ostdeutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich kräftiger als im Bundesschnitt.

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05. September 2019, 14:09 Uhr

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) sagt in seiner am Donnerstag veröffentlichten Herbstprognose für den Osten inklusive Berlin ein Plus von 1,0 Prozent voraus. Damit zeigen sich die IWH-Ökonomen etwas optimistischer: Im Sommer hatten sie noch einen Zuwachs von 0,8 Prozent vorhergesagt.

Für ganz Deutschland erwarten die Forscher unverändert ein Plus von 0,5 Prozent. Auch im nächsten Jahr dürfte die ostdeutsche Wirtschaft (1,3 Prozent) demnach etwas stärker zulegen als in Deutschland insgesamt (1,1 Prozent).

Seine Prognose stützt das Team um Vize-IWH-Chef Oliver Holtemöller vor allem auf zwei Entwicklungen: In Ostdeutschland sind die Einkommen zuletzt deutlich stärker gestiegen als im Westen, was auch an der besonders günstigen Arbeitsmarktentwicklung lag. So legten die verfügbaren Einkommen im Osten zwischen 2014 und 2018 um 9,8 Prozent zu, im Westen im gleichen Zeitraum um 7,2 Prozent.

Gleichzeitig schlägt die schwächelnde Weltkonjunktur nicht durch. Zwar leide die Industrie im Osten etwa im gleichen Ausmaß wie im Westen unter der schwachen Nachfrage aus dem Ausland, hieß es.

Abschwung in Deutschland geht weiter

Allerdings sei der Anteil der Industrie deutlich geringer und Dienstleistungen entsprechend entscheidender. Letztere werden durch die anhaltend gute Binnennachfrage gestützt, so die Ökonomen.

Insgesamt konstatiert das IWH, dass der Abschwung in Deutschland weitergeht. Mit einer schweren Rezession rechnet es wegen der guten Arbeitsmarktlage und günstigen Finanzierungsbedingungen aber nicht.

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