Insolvente Backkette : „Lila Bäcker“ sieht Zukunft für mehr als 2180 Jobs und 270 Filialen

Schilder einer Lila-Bäcker-Filiale in Schwerin

Landesbürgschaft soll bei Umsetzung der Insolvenzpläne helfen

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30. Juli 2019, 14:50 Uhr

Die insolvente Backkette Lila Bäcker will ihre Insolvenzpläne bis Anfang September umsetzen und dafür eine Landesbürgschaft in Anspruch nehmen. Wie  Insolvenzverwalter Torsten Martini am Dienstag in Berlin sagte, sind „Personalanpassungen“ nun abgeschlossen. Da Verhandlungen mit Großvermietern für die Filialen konstruktiv verlaufen und Absatzziele übertroffen wurden, hätten 270 statt der geplanten 252 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg erhalten werden können. Derzeit seien 2180 Mitarbeiter bei der Kette, die auch als „Unser Heimatbäcker“ firmiert, tätig. Rund 100 Mitarbeiter würden gesucht.

Insolvenzpläne eingereicht

Die Insolvenzpläne für die „Unser Heimatbäcker GmbH“ und „Unser Heimatbäcker Holding GmbH“, womit die Gesellschaften entschuldet werden sollen, seien eingereicht. „Wir liegen mit den Sanierungsbemühungen im Zeitplan. Das Wichtigste wird die Zustimmung der Gläubiger bei einer Versammlung am 12. August in Neubrandenburg sein“, sagte Martini. Am Amtsgericht läuft das Insolvenzverfahren. Danach sollen mehr Einzelheiten mitgeteilt werden. So soll die Firmenzentrale mit etwa 20 Mitarbeitern, die bisher in Pasewalk ist, nach Neubrandenburg verlegt werden.

Weiterlesen: Sanierungskonzept für „Lila Bäcker“ steht

Pasewalk und Neubrandenburg sind noch Produktionsstandorte für Brot, Brötchen und Kuchen. Die Firma hatte Anfang 2019 Insolvenz angemeldet, damals noch mit etwa 2500 Mitarbeitern. Über mehrere Etappen war rund ein Drittel der 400 Filialen sowie Produktionen in Gägelow bei Wismar und Dahlewitz bei Berlin aufgegeben worden. Als Käufer und Investoren wurden zwei Banken ausgewählt. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin hatte bestätigt, dass eine Kreditbürgschaft beantragt wurde, zur Höhe keine Angaben gemacht. 

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