Tourismus in MV : Hoteliers fordern vor Staatskanzlei Ende der Zwangsschließungen

Die Waren Müritz Hotelgemeinschaft e.V. demonstrierte vor der Staatskanzlei in Schwerin. Die Mitglieder fordern ein Hilfspaket  und einen Neustart für die Gastronomie.
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Die Waren Müritz Hotelgemeinschaft e.V. demonstrierte vor der Staatskanzlei in Schwerin. Die Mitglieder fordern ein Hilfspaket  und einen Neustart für die Gastronomie.

Mehrere Sprecher forderten am Donnerstag bei einer Demonstration ein baldiges Ende der Zwangsschließung gastronomischer Einrichtungen und eine Gleichbehandlung mit dem Einzelhandel.

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23. April 2020, 14:02 Uhr

Hoteliers aus der Mecklenburger Seenplatte haben vor der Staatskanzlei in Schwerin für ein baldiges Ende der Zwangsschließung gastronomischer Einrichtungen demonstriert. Mehrere Sprecher forderten am Donnerstag eine Gleichbehandlung mit dem Einzelhandel, der unter strengen Hygieneauflagen und Zugangsbeschränkungen seit Montag wieder öffnen darf. Regelmäßiges Desinfizieren und die Einhaltung von Sicherheitsabständen seien auch in der Gastronomie gut machbar. „Wir brauchen keine Hysterie sondern Pragmatismus", sagte Birgit Bauer vom Waldrestaurant „Johannesruh" bei Wesenberg.

Neustart für Hotellerie und Gastronomie am 4. Mai gefordert

Katja Jedwillat vom Hotel „Goldene Kugel" in Waren/Müritz verwies auf die wachsende finanzielle Not der Unternehmen und forderte unter dem Beifall der Demonstranten einen Neustart für Hotellerie und Gastronomie zum 4. Mai. Die vom Staat angebotenen Kredite würden die Probleme bestenfalls in die Zukunft verschieben. „Wir verdienen unser Geld lieber selber, statt Bittsteller zu sein", sagte sie. Ähnlich äußerte sich Kati Strasen, Inhaberin des Hotels „Kleines Meer" in Waren: „Wir brauchen keine neuen Kredite. Wir brauchen Gäste."

Maximal 49 Demonstrations-Teilnehmer

Zu der Protestaktion hatte die Waren/Müritz Hotelgemeinschaft e.V. aufgerufen. Die Demonstration war mit der Auflage von maximal 49 Teilnehmern genehmigt worden. Auf Transparenten machten sie auf ihre existenziellen Nöte aufmerksam. Dort hieß es unter anderem: „Keine Gäste, keine Gastgeber", „Kein Umsatz, keine Rücklagen, keine Zukunft“ oder „Soforthilfe hießt sofort helfen".

Für den frühen Nachmittag war ein Spitzengespräch zwischen Tourismus- und Hotellerieverbänden sowie Landesregierung geplant. Dabei sollten Möglichkeiten für eine schrittweise Öffnung gastronomischer Einrichtungen erörtert werden. Die Verbände hatten dazu ein detailliertes Konzept vorgelegt.

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