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Nach auffälligen Laborbefunden : Hinweise auf Coronavirus-Mutationen in MV haben sich bestätigt

Die schriftlichen Befunde zu den am Donnerstag gemeldeten Ergebnissen bei zwölf Coronavirus-Abstrichen liegen vor.

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29. Januar 2021, 16:57 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern | Die schriftlichen Befunde zu den am Donnerstag gemeldeten auffälligen Laborbefunden bei zwölf Coronavirus-Abstrichen liegen jetzt vor. Darin bestätigt das akkreditierte Labor, dass es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um die Virusvariante UK B 1.1.7 (britische Variante) handelt.

Weiterlesen: Erste Hinweise auf Corona-Mutationen in MV

Im Rahmen einer bundesweiten Studie nimmt das Labor an einer Testreihe teil. Dabei sind aus 200 aktuellen Proben von Dienstag und Mittwoch diese zwölf Proben aufgefallen.

Meiste Betroffene haben milde Symptome

Die Betroffenen sind zwischen 13 und über 100 Jahre alt, fünf von ihnen sind Männer.

Keiner der Fälle steht in Zusammenhang mit einer Auslandsreise.

Vier Fälle insgesamt traten in Gemeinschaftseinrichtungen auf, in einem Fall ist Kita-Personal betroffen, bei drei Fällen handelt es sich um in der Pflege Beschäftigte.

Die meisten Betroffenen sind asymptomatisch bzw. haben milde allgemeine Krankheitszeichen.

Zwei der Fälle werden stationär behandelt. Es ist davon auszugehen, dass im stationären Bereich Einzelisolierungen vorgenommen werden.

Überwachung befindet sich noch im Aufbau

Es sollte eine getrennte Isolierung der Personen, die sich mit einer Virusmutation infiziert haben, von anderen positiv getesteten Personen in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen angestrebt werden. Bei nachgewiesener Infektion mit einer Virusvariante sollte am Ende der Isolierung/Quarantäne ein abschließender Antigentest zum Ausschluss von weiterhin bestehender Infektiosität durchgeführt werden.

Hinsichtlich der Schutzmaßnahmen gilt, dass für Kontaktpersonen ersten Grades keine Quarantäneverkürzung möglich ist. Außerdem soll das Symptomtagebuch noch eine Woche nach Beendigung der Quarantäne fortgeführt werden

Die systematische Überwachung der Virusvarianten in Deutschland befindet sich im Aufbau. Dabei werden primärdiagnostizierende Labore etwa fünf bis zehn Prozent positiver Proben, die nach bestimmten Kriterien für die Sequenzierung im Rahmen der Coronavirus-Surveillanceverordnung (CorSurV) ausgewählt wurden, an vorgegebene Labore einsenden.

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