Mecklenburg-Vorpommern : Häftlinge nähen Schutzmasken

Die Branche der Schutzmasken-Hersteller boomt zurzeit.
Die Branche der Schutzmasken-Hersteller boomt zurzeit.

Ende März verkündete das Justizministerium, dass in den vier Gefängnissen in MV Mund-Nasen-Bedeckungen genäht werden sollen - seitdem wurde dort 4000 genäht.

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02. Juni 2020, 11:25 Uhr

In zwei Monaten sind in den Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns rund 4000 und-Nasen-Bedeckungen von Häftlingen genäht worden. Verteilt wurden diese bislang an die Angestellten des Vollzugs und die Gefangenen, wie das Justizministerium auf Anfrage mitteilte. „Neben den handelsüblichen Mundschutzmasken verfügen wir somit auch über waschbare Stoffmasken. Allein in der JVA Bützow nähen zeitweise bis zu sieben Frauen“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Die Anzahl und Qualität der Masken sei beachtlich.

Lieferkreis soll erweitert werden

Parallel wurden den Angaben zufolge weitere Atemschutzmasken gekauft und an alle Einrichtungen der Justiz verteilt. Eine Lieferung für die rund 80 Gerichtsvollzieher in MV sei in Aussicht gestellt.

Seniorenheime hätten bei den Gefängnissen zudem Bedarf an selbstgenähten Masken angemeldet. Wenn alle in der Justiz versorgt seien, könne der Lieferkreis erweitert werden. Die Produktion laufe weiter.

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