Ehemaliger innerdeutscher Grenzstreifen in MV : Grünes Band wird Naturmonument

120533709.jpg

Wie Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag im Landtag in Schwerin sagte, stehen für vorbereitende Maßnahmen Gelder bereit.

von
11. Juni 2020, 14:50 Uhr

Nach Thüringen und Sachsen-Anhalt will auch Mecklenburg-Vorpommern das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zum Nationalen Naturmonument machen. Wie Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag im Landtag in Schwerin sagte, stehen für vorbereitende Maßnahmen 300 000 Euro bereit. Das Geld stamme aus dem Strategiefonds des Landes, über dessen Verwendung das Parlament am Mittwoch entschieden hatte.

173 Kilometer des Biotop-Verbundes liegen in MV

Das Grüne Band verläuft entlang des früheren Eisernen Vorhangs vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer. In Deutschland folgt es dem ehemaligen innerdeutschen Grenzverlauf und gilt als größter Biotop-Verbund. Von insgesamt 1400 Kilometer Grenzlinie liegen 173 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen Elbe und Ostsee finden bedrohte Tier- und Pflanzenarten dort einen Lebensraum.

Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Naturschutzaufgaben

In der von der Linksfraktion beantragten Debatte hob Backhaus den Wert der geschützten Gebiete hervor. Kein anderes Bundesland verfüge über einen solchen Naturreichtum, sagte der Minister unter Hinweis auf drei Naturparks, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparks.„Mecklenburg-Vorpommern ist da absolut an der Spitze der Bewegung“, erklärte der Minister, räumte aber auch Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Naturschutzaufgaben ein. So habe aus Kostengründen ein Drittel des Personals in den Nationalparks abgebaut werden müssen.

Das hatte die Linke zum Anlass genommen, auch im Interesse einer wirksameren Umweltbildung eine bessere Finanzausstattung und eine Aufstockung der Stellen zu fordern. Der Antrag der Oppositionsfraktion fand aber keine Mehrheit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen