Aus griechischen Lagern : Greifswald bereit zur Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge

Oberbürgermeister Stefan Fassbinder erneuerte am Donnerstag angesichts der drohenden humanitären Katastrophe die Bereitschaft der Hansestadt.

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07. Mai 2020, 15:15 Uhr

Die Hansestadt Greifswald möchte fünf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen. Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) erneuerte am Donnerstag angesichts der drohenden humanitären Katastrophe die Bereitschaft Greifswalds. Er appellierte an den Landkreis Vorpommern-Greifswald, der kreisangehörigen Stadt dabei behilflich zu sein. So könnte der Landkreis die Bereitschaft Greifswalds gegenüber Land und Bund bekräftigen.

Langjährige Partnerschaft mit Samos

Die Hanse- und Universitätsstadt sieht nach Angaben der Stadtsprecherin eine Verpflichtung nicht nur aufgrund der aktuellen Corona-Situation in den überfüllten Flüchtlingslagern, sondern auch wegen der langjährigen guten Partnerschaft mit der griechischen Insel Samos. Sie sei durch ihre Lage an der EU-Außengrenze stark betroffen und habe ein großes überfülltes Flüchtlingslager in Vathy. Dort würden rund 7500 Menschen in einem Lager leben, das nur für 650 Menschen ausgelegt ist. Greifswald ist nach eigenen Angaben seit 2019 im Bündnis der mehr als 130 „Städte Sicherer Häfen“ aktiv.

Werden weitere Kinder aufgenommen?

Im März hatte die Bundesregierung die Aufnahme von rund 350 unbegleiteten Minderjährigen aus den griechischen Flüchtlingslagern beschlossen. Bisher wurden jedoch nur 47 Kinder und Jugendliche in Deutschland aufgenommen. Sie werden derzeit nach einer zweiwöchigen Quarantäne in Niedersachsen auf die Bundesländer verteilt. Wann weitere Kinder aufgenommen werden, ist ungewiss.

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