Insolvente Bäckkereikette : Gläubiger beraten mit Amtsgericht über Zukunft von "Lila Bäcker"

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Heute Mittag soll in Neubrandenburg darüber beraten werden, wie es mit der Bäckkereikette weitergeht.

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13. Mai 2019, 06:23 Uhr

Die Gläubigerversammlung für die insolvente Backkette „Lila Bäcker“ (Pasewalk/Dahlewitz) hat am Montag in Neubrandenburg keine Entscheidung über einen Verkauf erbracht. Wie eine Sprecherin des Amtsgerichtes sagte, hat die Geschäftsführung der Firma mit rund 2700 Beschäftigten weiter den Auftrag, einen Investor zu finden.

Entscheidung soll Mitte Mai fallen

Auch der gerichtlich bestellte Sachwalter sei von den Gläubigern in seinem Amt bestätigt worden. Das Amtsgericht überwacht das seit 1. April laufende Insolvenzverfahren in Eigenregie der Backkette, der zuletzt rund 400 Filialen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern angehörten.

Weiterlesen: Insolvenzverfahren für Kette „Lila Bäcker“ eröffnet

Die Geschäftsführung der Firma, die auch als „Unser Heimatbäcker“ firmiert, hatte im Vorfeld bereits mitgeteilt, dass noch mit einer Investorengruppe aus dem Bäckereigewerbe sowie einer Bankengruppe verhandelt werde. Eine Entscheidung für einen Investor soll noch im Mai fallen. Dafür sei keine neue Versammlung nötig, dies könne auch der Gläubigerausschuss tun.

Die Kette hatte im Januar 2019 Insolvenz angekündigt und drei Monate Insolvenzausfallgeld für die Mitarbeiter bekommen. Seit April läuft für den „Lila Bäcker“ das Insolvenzverfahren. In dem Zuge seien Mietverträge für 76 Filialen gekündigt worden, um eine Perspektive des Unternehmens zu sichern, hieß es. Der Betrieb produziert bisher in Pasewalk, Neubrandenburg sowie Dahlewitz bei Berlin.

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