Gedenken in Rostock : Gedenken an NSU-Opfer: Angehörige und Politiker erwartet

Der Mord an Mehmet Turgut erschütterte 2004 Rostock. Am Montag soll dem Opfer des NSU-Terrors gedacht werden.

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21. Februar 2019, 14:58 Uhr

Zum Gedenken an den Mord an Mehmet Turgut durch den «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) werden am Montag in Rostock zahlreiche Angehörige erwartet. Neben Hinterbliebenen Turguts werden auch Angehörige des Nürnberger NSU-Opfers Enver Şimşek und Opfer des Bombenanschlags auf die Kölner Keupstraße erwartet, wie die Initiative «Mord verjährt nicht!» als Mitorganisator am Donnerstag mitteilte.

Treffen von Angehörigen der NSU-Opfer aus ganz Deutschland

Auch Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, haben ihr Kommen angekündigt. «Es ist ein sehr würdiger Rahmen, dass der Todestag von Mehmet Turgut in diesem Jahr die Gelegenheit für ein Treffen von Angehörigen der NSU-Opfer aus ganz Deutschland bietet», erklärte Imam-Jonas Dogesch von der Initiative. Einen Schlussstrich dürfe es auch nach Ende des NSU-Prozesses nicht geben.

Gedenkveranstaltung am Tatort in Rostock

Mehmet Turgut war am 25. Februar 2004 in einem Imbiss von den Rechtsterroristen des NSU erschossen worden. Die Gedenkveranstaltung soll um 16.00 Uhr am Tatort im Neudierkower Weg stattfinden. Bereits am Vormittag wollen sich Experten auf einer Tagung mit dem Mord und rassistischer Gewalt im Nordosten befassen.

Bei der Veranstaltung der Evangelischen Akademie sind im Rathaus Vorträge von Angehörigen, Politikern und Fachjournalisten geplant. Als Redner sind unter anderem der Linken-Innenexperte Peter Ritter und SPD-Generalsekretär Julian Barlen angekündigt. Dabei wird es auch um die aus Sicht der Initiative schleppende NSU-Aufklärung im Schweriner Untersuchungsausschuss gehen. «Die Sacharbeit wird mit Formalia verschleppt, die ausgerechnet das Innenministerium zu diktieren versucht», kritisierte Dogesch.

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