Gaspipeline-Projekt : Nord Stream 2 zieht Antrag für Route in Dänemark zurück

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Routenverlauf der Ostseepipeline muss geändert werden

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28. Juni 2019, 20:51 Uhr

Im Konflikt mit Dänemark soll die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 nun einen großen Bogen um eine Insel im Norden machen. Ein Antrag für die Route durch dänische Hoheitsgewässer südlich der Insel Bornholm sei zurückgezogen worden, teilte das in der Schweiz ansässige Unternehmen Nord Stream 2 am Freitagabend mit. «Wir sehen uns zu diesem Schritt verpflichtet, da die dänische Regierung in den zwei Jahren seit der Antragstellung keinen Hinweis auf eine Entscheidungsfindung gegeben hat», erklärte Unternehmenschef Matthias Warnig der Mitteilung zufolge.

Bau bereits fortgeschritten

Er betonte zugleich: «Sowohl Nord Stream 2 als auch unsere Investoren sind auf Rechtssicherheit und den Investorenschutz angewiesen.» Dies sei umso wichtiger, «da der Bau in den Gewässern von vier weiteren Ländern bereits weit fortgeschritten ist».

Die Entwickler hinter der Pipeline haben nach eigenen Angaben zwei weitere alternative Routen beantragt. Beide lägen außerhalb der Hoheitsgewässer von Dänemark, hieß es. «Daher ist eine Empfehlung des Außenministers hier nicht erforderlich.»

Pipeline könnte trotzdem planmäßig fertig werden

Der Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom, Alexej Miller, hatte zuvor der Agentur Tass zufolge betont, selbst wenn keine Genehmigung aus Dänemark vorliegen sollte, könnten die Arbeiten an der Leitung planmäßig Ende des Jahres abgeschlossen werden. Durch die Rohre parallel zur Pipeline Nord Stream 1 sollen jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland kommen.

Das Projekt ist auch in Mecklenburg-Vorpommern nicht unumstritten. Im Mai hatten Aktivisten die Eugal-Baustelle, die Weiterführung der Pipeline an Land, besetzt. Bereits im April hatte die Landesregierung einen Vorstoß der CSU, Nord Stream 2 gegebenfalls noch zu stoppen, scharf kritisiert.

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