Warnstreik in MV : Busfahrer legen Nahverkehr im Nordwestkreis lahm

Streikende blockieren die Einfahrt zum Unternehmen Nahbus

Streikende blockieren die Einfahrt zum Unternehmen Nahbus

Nach bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen folgt am Donnerstag ein dritter Streik im Nordwestkreis.

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29. Januar 2020, 17:48 Uhr

Am Donnerstagmorgen hat in Mecklenburg-Vorpommern erneut ein ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr begonnen. Von dem betroffenen Unternehmen Nahbus des Landkreises Nordwestmecklenburg fährt kein einziger Bus, wie der Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Karl-Heinz-Pliete, mitteilte. Nach den bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen hat Verdi Busfahrer im Nordwestkreis erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.

Am Sitz des Unternehmens Nahbus blockieren die Streikenden die Einfahrt zum Unternehmen und harren bei Dauerregen und Temperaturen um fünf Grad Celsius seit den Morgenstunden aus.

Der Warnstreik solle bis zum Ende des Betriebstages dauern. Die Verhandlungen seien erneut vertagt worden. „Nachdem die Arbeitgeber ihr Angebot aus der zweiten Verhandlungsrunde nur leicht verbessert haben, müssen wir offensichtlich noch deutlicher machen, dass die Mitglieder mehr erwarten“, so Karl-Heinz Pliete, Verdi-Verhandlungsführer.

Weiterlesen: Warnstreiks im Nahverkehr in MV - Busse und Bahnen fallen aus

Angleichung an Westniveau

Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde auf etwa 15,50 Euro für Berufseinsteiger ab dem 01.01.2020 und einen Angleichungsschritt an das Tarifniveau in Schleswig-Holstein von 100 Euro. Dort würden noch immer 250 Euro mehr bezahlt.

Die Arbeitgeber hatten die Forderungen bisher stets zurückgewiesen und zuletzt monatlich zusätzlich 70 Euro in diesem und zusätzlich 40 Euro im kommenden Jahr angeboten. Das bedeute für die Mehrheit der Beschäftigten ein Plus von 4,4 Prozent und für die Unternehmen eine Mehrbelastung von jährlich mehr als 1000 Euro pro Mitarbeiter, hatte die Gabriele Axmann, Verhandlungschefin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV) erklärt: Damit sei „die Grenze des finanziell Machbaren erreicht.“

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