Rügen : Freiwillige setzen Moor um Nationalpark Jasmund unter Wasser

Intakte Moore sind wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher.

Intakte Moore sind wichtige Wasser- und Kohlenstoffspeicher.

Kesselmoor auf Rügen wird renaturiert - mit reiner Muskelkraft

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21. Juli 2019, 14:03 Uhr

Im Nationalpark Jasmund auf Rügen werden in den kommenden vier Wochen alte Entwässerungsgräben zugeschüttet und Spundwände errichtet, um ein Moor zu renaturieren. Für die Arbeiten haben sich mehr als 80 Freiwillige gemeldet, teilte einer der Projektleiter, Lutz Rohland, am Sonntag zum Start des Camps in der Nähe von Sassnitz mit. In der ersten Woche greifen 19 Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde (Brandenburg) zu Hacke, Spaten und Schaufel. Sie sollen das Projekt zusätzlich wissenschaftlich begleiten.

Initiatoren des Einsatzes sind der Nationalpark und der Verein Bergwaldprojekt in Würzburg, der in diesem Jahr an 51 verschiedenen Standorten Projektwochen veranstaltet. Pro Jahr nehmen rund 2500 Freiwillige daran teil, vom Abiturienten bis zum Rentner, sagte Rohland.

Engagement für den Klimaschutz

In der DDR war das Kesselmoor trockengelegt worden, um auf der Fläche Futter anzubauen. Intakte Moore sind Wasser- und Kohlenstoffspeicher, während trockengelegte Moore das Treibhausgas Kohlendioxid abgeben. Daher sollen jetzt die Entwässerungsgräben verfüllt und mit Sperrwerken aus Holzbohlen verschlossen werden. Ziel sei es, die Arbeiten nur mit Muskelkraft zu erledigen, sagte Rohland.

Pro Woche arbeiten rund 20 Freiwillige, die auf einem Zeltplatz untergebracht sind und von einem Profi-Koch vegetarisch, biologisch und möglichst regional und saisonal verpflegt werden.

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