Rostock-Laage : Flughafen will pandemiefreie Reisekette ermöglichen

Der Flughafen Rostock-Laage verzeichnet überraschend gute Geschäfte.
Der Flughafen Rostock-Laage verzeichnet überraschend gute Geschäfte.

Konzept des Flughafens sieht konsequente Durchsetzung von Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen für Mitarbeiter und Incoming-Reisende vor.

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20. Mai 2020, 09:58 Uhr

Das globale Reisen gilt als der Hauptüberträgerweg des Coronavirus. Dies hat die Flugindustrie mit all ihren Kooperationspartnern ins Trudeln gebracht. Die Chefin des Flughafens Rostock-Laage will die Sicherheit der Reisenden erhöhen.

Der Flughafen Rostock-Laage soll nach dem Willen von Geschäftsführerin Dörthe Hausmann eine Vorreiterrolle beim künftigen „pandemiefreien Reisen“ spielen. Das von Hausmann erarbeitete Konzept sieht neben der konsequenten Durchsetzung von Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen auf dem Flughafen die Testung von Mitarbeitern und auch von sogenannten Incoming-Reisenden vor, sagte Hausmann. Sie wolle eine gezielte Steuerung der Anreisen nach Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen. Es müsse sichergestellt sein, dass durch die einreisenden Touristen die Erkrankungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern nicht steigen.

Selbsttest vor und nach Reiseantritt möglich

Der Flughafen habe sich dazu entschieden, gemeinsam mit einem Rostocker Biotech-Unternehmen die Flughafen-Mitarbeiter wöchentlich per Rachenabstrich auf das Coronavirus zu testen. So könnten Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. „Durch diese Testreihe ist zu 99 Prozent sichergestellt, dass am Flughafen keine Mitarbeiter mit dem Virus infiziert sind“, sagte Hausmann. Der Flughafen könne so als Ansteckungsort der Reisenden ausgeschlossen werden.

Die Reisenden selbst könnten zu ihrer Sicherheit mit freiwilligen, jedoch mit Kosten verbundenen Tests beitragen, betonte Hausmann. Die Tests können jeweils vor der Anreise nach Mecklenburg-Vorpommern und dann wieder vor der Rückreise erfolgen. Eine Möglichkeit bestehe darin, den Reisenden nach der Buchung ihres Flugs nach Mecklenburg-Vorpommern einen Selbsttest zuzuschicken und diesen dann auswerten zu lassen.

Dieses Vorgehen wäre auch denkbar für Reisende aus dem Nordosten nach einem Urlaub in einem Nicht-EU-Land. Sie könnten in einem Abstrichzentrum am Flughafen getestet werden. Die Auswertung würde später per Mail nachgereicht.

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