Festspiele MV : Fast halbe Million Euro in privatem Rettungsschirm

Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Markus Fein.(Archivbild)

Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Markus Fein.(Archivbild)

Die Festspiele MV haben dazu aufgerufen, bereits gekaufte Karten zu spenden, um die Finanzierungslücke mit privaten Spenden zu schließen. Mit Erfolg.

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30. Mai 2020, 15:11 Uhr

Der private Rettungsschirm für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ist auf fast eine halbe Million Euro angewachsen. Am Sonnabend übergaben Rotarier symbolisch eine Spende über 2400 Euro, die sie aus Kartenwerten für den abgesagten Festspielsommer gesammelt hatten, wie Festspiele-Intendant Markus Fein mitteilte.

Damit steht die Spendensumme bei 476.382,10 Euro. Markus Fein, Intendant
 

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben selbst einen Rettungsschirm aufgespannt, für den sie dazu aufrufen, bereits gekaufte Karten zu spenden. Ziel ist es, die Finanzierungslücke von einer Million Euro mit privaten Spenden zu schließen. Die Festspiele 2020 mussten wegen der Corona-Pandemie weitgehend abgesagt werden.

Eines der größten Klassikfestivals Deutschlands

Vom 13. Juni bis Mitte September waren mehr als 150 Konzerte im ganzen Bundesland geplant. Nun sind die Live-Veranstaltungen zunächst bis zum 31. August abgesagt, weil die Behörden Großveranstaltungen bis dahin untersagt haben. Mit mehr als 84.000 Besuchern im vergangenen Sommer gehören die Festspiele zu den größten Klassikfestivals in Deutschland. Sie erwirtschaften ihr Budget nach eigenen Angaben zu über 90 Prozent aus privaten Geldern.

„Wir danken allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen!“

Intendant Fein zeigte sich berührt vom Engagement der Besucher. „Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern leben durch ihre Unterstützer – Menschen, die an die verbindende Kraft der Musik für die Gesellschaft glauben“, sagte er. „Die Corona-Krise hat die Kultur in ihren Grundfesten erschüttert, doch ich bin davon überzeugt, dass wir diese Herausforderung gemeinsam bestehen können. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen!“ Jeder einzelne sorge dafür, dass es auch im nächsten Jahr Konzerte in Mecklenburg-Vorpommern geben werde.

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