Mecklenburg-Vorpommern : Fast drei Viertel der Kinder wieder in der Kita

Kindergummistiefel hängen in einer Kindertagesstätte in Wismar. /Archiv

Kindergummistiefel hängen in einer Kindertagesstätte in Wismar. /Archiv

MVs Sozialministerin Stefanie Drese zeigt sich sehr zufrieden mit den aktuellen Zahlen.

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28. Mai 2020, 16:42 Uhr

Ungeachtet kritischer Stimmen hat Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) eine positive Zwischenbilanz des Kita-Betriebs für alle Kinder seit Montag gezogen. Fast drei Viertel der Mädchen und Jungen besuchen demnach wieder die Kita. Bei den Krippenkindern seien es 70 Prozent, bei den Kindergartenkindern 72 Prozent, sagte Drese am Donnerstag. In den Hort gingen zurzeit etwa 25 Prozent der angemeldeten Kinder. Dort werden schwerpunktmäßig Erst- und Zweitklässler betreut.

„Bemerkenswerte Zahlen“

„Das sind bemerkenswerte Zahlen in der Übergangswoche, wir haben die doppelte Anzahl von Kindern in der Kita im Vergleich zur Vorwoche“, betonte Drese. Die Kitas und die Jugendämter leisteten hervorragende Arbeit, um dieses Angebot zu gewährleisten. „Wir bieten den Kindern und ihren Eltern in Corona-Zeiten eine Kindertagesförderung fünf Tage die Woche, oft mehr als acht Stunden am Tag.“

Garantiert sind derzeit bei berufstätigen Eltern sechs Stunden am Tag. In normalen Zei ten umfasst ein Ganztagsplatz zehn Stunden. Die Eltern bat die Ministerin um Verständnis für die Schutzmaßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen.

Schwierige Bedingungen für Erzieher

Am Vortag hatte die Erziehergewerkschaft GEW von schwierigen Bedingungen für die Erzieherinnen unter den gegenwärtigen Corona-Bedingungen berichtet. Es gebe zu wenig Personal, zu wenige Räume und zu große Gruppen. Eine Betreuung unter der Wahrung des Rechtes auf Bildung und eine das Kind schützende Umgebung sei unter den gegenwärtigen Voraussetzungen oftmals nicht möglich. Die Linke forderte in den Kitas Mindeststandards für die Corona-Zeit. Auf die Kritik ging Drese nicht ein.

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