Schifffahrt Hafen : Fährroute Sassnitz-Trelleborg nicht kampflos aufgeben

Die Eisenbahnfähre „Trelleborg“ der Fährgesellschaft StenaLine im Fährhafen Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen (Archivbild)

Die Eisenbahnfähre „Trelleborg“ der Fährgesellschaft StenaLine im Fährhafen Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen (Archivbild)

Die Fährverbindung zwischen den Häfen Sassnitz-Mukran und Trelleborg darf nach Ansicht der Linken im Landtag nicht kampflos aufgegeben werden.

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15. April 2020, 14:16 Uhr

Die Reederei Stena-Line hatte die Route am 14. März vorübergehend eingestellt und angekündigt, sie dauerhaft zu schließen. Als Grund wurden nicht nur ausbleibende Passagierbuchungen infolge der Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie genannt, sondern auch die andauernde schlechte wirtschaftliche Situation der Route insgesamt.

Fährverbindung als Zeichen der Verbundenheit

Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Mignon Schwenke, sagte am Mittwoch, ganz Vorpommern erwarte, dass sich Bund und Land für den Erhalt der Linie einsetzen. Nach der Corona-Krise müsse ernsthaft über eine Wiedereröffnung verhandelt werden. Bund und Land seien gemeinsam in der Pflicht, die Initiative zu ergreifen und auf die Reederei zuzugehen. Mit der Aufgabe der Fährverbindung würde ein Zeichen der Verbundenheit beider Länder verloren gehen. Daher sollten nicht nur wirtschaftliche Erwägungen entscheiden.

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Die sogenannte Königslinie, die schnellste direkte Seeroute von Deutschland nach Schweden, bestand 110 Jahre lang. Die Überfahrt dauerte vier Stunden. Zuletzt wurden laut Stena Line noch knapp 300 000 Passagiere pro Jahr befördert. Das Frachtvolumen sei gesunken. Eine Alternative ist jetzt noch die Fährverbindung von Rostock nach Trelleborg.

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