Diskussion im Blauen Salon : „Es geht um die freiheitliche Gesellschaft insgesamt!“

Rafael Seligmann, deutscher Schriftsteller, Publizist, Politologe und Zeithistoriker

Rafael Seligmann, deutscher Schriftsteller, Publizist, Politologe und Zeithistoriker

Im Blauen Salon stellt sich der jüdische Publizist Rafael Seligmann einem Diskurs mit dem Chef der Staatskanzlei, moderiert von Chefredakteur Michael Seidel.

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23. Oktober 2019, 12:00 Uhr

Nach dem Terroranschlag von Halle/Saale deklamierten Politiker reihum, nun müsse aber etwas getan werden. Übliche Plattitüden. Zeitungsverlegerpräsident Mathias Döpfner forderte darauf sarkastisch: „Nie wieder ,nie wieder’“. Der jüdische Publizist Rafael Seligmann äußerte in der „Rheinischen Post“ ohnmächtige Wut über folgenlose antijüdische Angriffe, die eine Ermunterung für Nachahmungstäter seien. Zugleich kritisiert Seligmann Ignoranz gegenüber antisemitischen Attacken von Ausländern zumeist muslimischer Herkunft. Die Angreifer hätten auch andere Minderheiten im Visier. Ausländer, Obdachlose, Politiker. „Wann begreift die Mehrheitsgesellschaft endlich, dass es nicht nur gegen ,die Juden’ geht, sondern gegen die freiheitliche Gesellschaft insgesamt?“

Der 1947 in Israel geborene, als Kind nach Deutschland eingewanderte Politologe und Zeithistoriker schreibt Essays, Kolumnen und Bücher. In seiner Romanbiografie „Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend zwischen Synagoge und Fußball“ thematisiert er jüdisches Leben in Deutschland.

Im Blauen Salon stellt sich Seligmann einem Diskurs „Zwischen Reichspogromnacht und Halle“ mit dem Chef der Staatskanzlei, Heiko Geue, moderiert von Chefredakteur Michael Seidel. Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind herzlich eingeladen am 4. November, 18 Uhr, in unser Verlagshaus, Gutenbergstraße 1.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
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