Deponie Ihlenberg : Nach Strategiewechsel der Regierung: Aufsichtsratschef muss gehen

Die Mülldeponie in Selmsdorf soll 2035 schließen
Die Mülldeponie in Selmsdorf soll 2035 schließen

Der Strategiewechsel der Landesregierung für die landeseigene Abfalldeponie Ihlenberg (Nordwestmecklenburg) hat personelle Konsequenzen.

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04. Dezember 2019, 12:32 Uhr

Der Strategiewechsel der Landesregierung für die landeseigene Abfalldeponie Ihlenberg (Nordwestmecklenburg) hat personelle Konsequenzen. Wie das Finanzministerium am Mittwoch in Schwerin mitteilte, wird der Aufsichtsrat neu besetzt. Damit muss auch der langjährige Chef des Kontrollgremiums, Hans-Thomas Sönnichsen, gehen. Er sei ebenso wie Staatssekretär Stefan Rudolph (CDU) vom Wirtschaftsministerium in den Aufsichtsrat entsandt worden, hieß es.

Weiterlesen: IAG-Aufsichtsratschef kritisiert Umgang der Landesregierung mit der Sondermülldeponie

Da nun aber allein beim Umweltministerium die Aufsicht über die Deponie liege, rücken für beide Umweltstaatssekretär Jürgen Buchwald SPD) und Ute Hennings als Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie in den Aufsichtsrat nach. Über einen entsprechenden Kabinettsbeschluss vom Dienstag hatte NDR 1 Radio MV berichtet.

Ende der Deponie 2035

Die Deponie am Ihlenberg nahe Lübeck gilt mit einer Fläche von 113 Hektar als eine der größten Sondermülldeponien Europas. Nach einem internen Bericht über gravierende Schadstoffbelastungen im angelieferten Müll hatte die Landesregierung ein Sondergutachten anfertigen lassen.

In der Konsequenz wurde die Zuständigkeit der Ministerien neu geregelt, die jährliche Deponiemenge deutlich reduziert und eine Schließung der Deponie bis zum Jahr 2035 endgültig festgelegt. Sönnichsen hatte den Prüfbericht, der den Anstoß für das veränderte Betreiberkonzept gegeben hatte, als beunruhigend fehlerhaft bezeichnet.

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