Mecklenburg-Vorpommern : Coronavirus trifft Brauereien hart

Die Brauerei Lübz gehört zu den Teilnehmern.

Die Brauerei Lübz gehört zu den Teilnehmern.

Die betroffenen Unternehmen hätten nun die Möglichkeit, bei den Hauptzollämtern Stundungsanträge bis zum 31. Dezember 2020 zu stellen.

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08. April 2020, 12:17 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) zeigt in der Corona-Krise ein Herz für die Brauereien im Land. „Die Finanzbehörden haben umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um den von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen kurzfristig finanzielle Spielräume zu ermöglichen“, sagte Meyer am Mittwoch.

Die zinslose Stundung von Steuerzahlungen sei insbesondere eine Unterstützung für die Brauwirtschaft, die von der Schließung der Bars und Restaurants zur Eindämmung der Corona-Pandemie stark betroffen sei. „In den vergangenen Jahren zahlten die Brauereien im Land im Schnitt rund 23 Millionen Euro Biersteuer pro Jahr“, so Meyer. Die betroffenen Unternehmen hätten nun die Möglichkeit, bei den Hauptzollämtern Stundungsanträge bis zum 31. Dezember 2020 zu stellen.

Das bundesweite Aufkommen an Biersteuer lag im vergangenen Jahr den Angaben zufolge bei 650 Millionen Euro, der Anteil Mecklenburg-Vorpommerns bei 23 Millionen Euro oder 3,5 Prozent. Beim Pro-Kopf-Aufkommmen lag der Nordosten nach Worten eines Ministeriumssprechers im vergangenen Jahr auf Platz drei nach Bremen und Sachsen - und vor Bayern. Meyer: „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land der Bierbrauer.“

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