Corona in MV : Gesundheitsministerium startet „Corona-Kooperationsbörse MV“

Harry Glawe (CDU), Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern und Michael Sack (CDU,l), Landrat von Vorpommern-Greifswald besuchen in Greifswald eine Fieberambulanz.

Harry Glawe (CDU), Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern und Michael Sack (CDU,l), Landrat von Vorpommern-Greifswald besuchen in Greifswald eine Fieberambulanz.

In der Corona-Krise rücken Hersteller, Vertreiber und Nutzer von Schutzutensilien im Nordosten virtuell enger zusammen.

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17. April 2020, 10:17 Uhr

Auf dem Online-Portal „Corona-Kooperationsbörse Mecklenburg-Vorpommern“ corona-kooperationsboerse-mv.de, das am Freitag gestartet wurde, offerieren zahlreiche Unternehmen aus dem Land bereits Schutzmasken und Schutzbekleidung.

„Die Kooperationsbörse trägt dazu bei, Versorgungsketten im Land aufzubauen. Wir sind durch die Beteiligung heimischer Unternehmen besser aufgestellt, um langfristig unabhängiger von internationalen Lieferketten sein zu können“, erklärte der Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe. Das Portal sei in Zusammenarbeit seines Ministeriums mit dem Netzwerk der Gesundheitswirtschaft, BioCon Valley, entstanden.

Schutzmasken ein rares Gut

Medizinische Atem- und Gesichtsmasken sowie Schutzbekleidung galten selbst in Krankenhäusern des Landes zeitweilig als Mangelware, Pflegekräfte in Seniorenheimen sowie niedergelassene Ärzte klagten ebenfalls über akute Engpässe. Darauf hatten regionale Unternehmen reagiert, selbst mit der Produktion begonnen oder Handelskontakte aktiviert.

Nach den Worten Glawes sollen über die Online-Börse Anbieter und Nachfrager von in der Corona-Pandemie benötigten Produkten und Dienstleistungen „bedarfsorientiert“ miteinander in Kontakt treten.

Mit der Plattform können sich Unternehmen direkt miteinander vernetzen, um gegenwärtig benötigte Produkte zu entwickeln, zu produzieren oder zu vertreiben. Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe
 

Die Einträge seien kostenfrei. Die Angaben der Firmen würden vor der Freischaltung geprüft. „Uns sind ernst gemeinte Angebote wichtig“, betonte Glawe. Bis Freitagnachmittag hatten sich 13 Firmen auf der Plattform angemeldet.

Ministerpräsidentin wirbt für das Tragen von Stoffmasken

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die massiv für das Anlegen von Stoffmasken in Bussen, Bahnen oder in Läden wirbt, hatte den Kommunen versprochen, bei der Bereitstellung von Schutzmasken zu helfen. Die Beschaffung von Schutzausstattung für die Landkreise, kreisfreien Städte und das Land erfolgt laut Gesundheitsministerium über das Landesamt für innere Verwaltung.

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