Corona-Krise in Mecklenburg-Vorpommern : Prämie für alle in der Altenpflege

von 12. Juni 2020, 19:15 Uhr

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MV-Kabinett macht Weg für Zahlungen im Sommer frei. Weiter Lockerungen im Tourismus und bei Familienfeiern

Schwerin | Beschäftigte in der Altenpflege in Mecklenburg-Vorpommern bekommen noch im Sommer eine einmalige Bonuszahlung. Das Land stockt dazu die Bundesmittel bis auf 1500 Euro auf. Das Kabinett hat dafür auf einer Sondersitzung den Weg frei gemacht und Modalitäten festgelegt. Für alle, die schwerpunktmäßig in der direkten Pflege und Betreuung arbeiten – laut Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) etwa Pflegefach- und -hilfskräfte, Alltagsbegleiter/innen, Betreuungs-, Assistenz- und Präsenzkräfte sowie Beschäftigte in der hauswirtschaftlichen Versorgung – erhöht das Land die Pflegeprämie des Bundes in Höhe von 1000 Euro um 500 Euro. Bei Teilzeitbeschäftigten wird der Bonus abgestuft gezahlt. Auch Verwaltung und Küche profitieren Es sollen aber auch andere Beschäftigte in Altenpflegeeinrichtungen profitieren, beispielsweise Mitarbeiter von Verwaltung, Haustechnik oder Küche. „Hier erhöhen wir die Pflegeprämie von 667 auf 1000 Euro“, so Drese. Auszubildende dürfen sich auf einmalig 900 Euro freuen, das Land stockt die Bundesmittel hier um 300 Euro auf. Insgesamt stellt Mecklenburg-Vorpommern gut 12 Millionen Euro aus dem MV-Schutzfonds zur Verfügung, um die besondere Belastung dieser Branche in der Corona-Krise zu honorieren. Landesweit werden von der Pflegeprämie rund 27 000 Beschäftigte in Altenpflegeeinrichtungen profitieren, die meisten Drese zufolge in voller Höhe. Unterschiede zwischen einzelnen Trägern werde es nicht geben. Keine Ausweitung auf andere Gesundheitsberufe Allerdings wird es auch nicht, wie von der Dienstleistungsgewerkschaft verdi analog zur Regelung in Schleswig-Holstein gefordert, eine Ausweitung der Prämienzahlung auf alle Gesundheitsberufe geben. Drese begründete das mit der Grundfinanzierung durch den Bund, dessen Programm ausschließlich für die Altenpflege gilt, aber auch mit der ungleich größeren Belastung in der Branche. Die Ministerin erneuerte gestern zugleich die Forderung nach einer dauerhaft größeren Wertschätzung der Arbeit in der Pflege. So dürfe es bei der Vergütung keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West geben. Ab Montag dürfen Touristen aus Europa kommen Das Kabinett beschloss zudem noch einmal Lockerungen im Tourismus- sowie im Freizeitbereich: Vom kommenden Montag an dürfen demnach auch Gäste aus dem europäischen Ausland wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen – wenn sie hier mindestens eine Übernachtung gebucht haben. Zudem wird die Zahl der bei Familienfeiern zugelassenen Gäste auf 75 erhöht. Allerdings soll dies nur für Feier aus unaufschiebbarem Anlass gelten wie Hochzeiten, Jugendweihen oder Konfirmationen. ...

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