Karen Larisch aus Güstrow : Wohnhaus von Landtagsabgeordneter erneut angegriffen

Karen Larisch (Die Linke)
Karen Larisch (Die Linke)

Nach Polizeiangaben wurde unter anderem ein Briefkasten mutwillig zerstört.

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26. April 2020, 12:13 Uhr

Das Wohnhaus der Landtagsabgeordneten Karen Larisch von der Linksfraktion in Güstrow ist erneut Ziel eines Anschlags geworden. Wie die Polizei am Sonntag auf Nachfrage mitteilte, wurde der Briefkasten mutwillig zerstört. In unmittelbarer Nähe des Büros sei zudem ein Graffiti zu sehen und der Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge sei mit antisemitischen Sprüchen beschmiert worden.

Die Sachbeschädigung und die Schmierereien wurden laut Polizei am späten Samstagabend gegen 23.00 Uhr entdeckt, Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Ein Angriff von rechts?

Linksfraktionschefin Simone Oldenburg zeigte sich trotz der noch ungeklärten Täterschaft überzeugt, dass die Verursacher aus dem rechten Spektrum stammen. „Wir sind entsetzt über die wiederholten feigen rechtsextremistischen Anschläge auf unsere Abgeordnete Karen Larisch“, heißt es in einer Erklärung Oldenburgs.

Sie verwies darauf, dass Larisch wegen ihres Engagements gegen Rassismus und rechte Gewalt ständig Drohungen ausgesetzt sei. Verbalattacken und die Zerstörungen privater und dienstlicher Räume seien Ausdruck der stumpfen Ideologie der mutmaßlichen Täter. „Weder meine Fraktion noch Karen Larisch lassen sich davon einschüchtern“, betonte Oldenburg.

„Wenn zeitgleich das jüdische Gemeindehaus in Güstrow mit antisemitischen Parolen beschmiert wird, wird deutlich, wie richtig und wichtig es ist, dass alle demokratischen Kräfte nicht nachlassen dürfen, gegen Rassismus, Antisemitismus, Gewaltverherrlichung und Rechtsextremismus vorzugehen“, erklärte Oldenburg.

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