Boek/Ludorf : Sachse meldet Jacht gestohlen: Schiff treibt führungslos auf Müritz

Die Marienkirche mit ihrem schlanken, kuppelförmigen Helm überragt die Skyline von Waren am Ufer der Müritz.
Die Marienkirche mit ihrem schlanken, kuppelförmigen Helm überragt die Skyline von Waren am Ufer der Müritz.

Das Schiff war aus dem Ludorfer Hafen verschwunden. Der Besitzer hatte Glück im Unglück.

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21. Oktober 2019, 08:16 Uhr

Eine verschwundene Luxusjacht eines Mannes aus Sachsen hat am Wochenende für viel Aufregung an der Müritz gesorgt. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Waren erklärte, hatte der Leipziger das Zwölf-Meter-Schiff mit sieben Tonnen Gewicht am Samstag „gestohlen“ gemeldet, weil es in Ludorf am Westufer aus dem Hafen verschwunden war. Dort hatte der 51-Jährige es am Freitag demnach „fest vertäut“. Der Wert wurde mit rund 120 000 Euro angegeben. Die Kriminalpolizei kam, die Wasserschutzpolizei rückte aus.

An Sperrgebiet vorbeigetrieben

Stunden nach der Anzeige meldete ein anderer Bootsbesitzer eine herrenlose Jacht, die etwa fünf Kilometer nordöstlich bei Boek am Müritz-Ostufer auf einer Sandbank steckte. Es war die gesuchte Jacht, die zurückgeschleppt werden konnte. Die Polizei untersucht nun, ob jemand die Leinen gelöst hat oder das Schiff nicht sicher festgemacht war. Dabei hatte der Eigner Glück: Die Jacht war an einem Sperrgebiet bei Boek/Rechlin vorbeigetrieben, in dem Blindgänger liegen. Dort war 1945 eine große Erprobungsstelle der NS-Luftwaffe bombardiert worden.

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