Krankheit : Blaumeisen-Sterben erreicht Mecklenburg-Vorpommern

Blaumeise
Blaumeise

Tausende Blaumeisen sind in den vergangenen Wochen in Deutschland an einer mysteriösen Krankheit gestorben. Sie ist auch im Nordosten angekommen.

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20. April 2020, 07:38 Uhr

Ein mysteriöses Blaumeisen-Sterben hat Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Seit März seien rund 80 verendete oder kranke Tiere gemeldet worden, sagte der Ornithologe Benjamin Weigelt vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Presse-Agentur. Bundesweit sind es der Umweltorganisation zufolge bereits mehr als 8000.

Am 11. März seien die ersten Fälle aus Rheinland-Pfalz und Hessen bekannt geworden, später folgten Hinweise bis nach Thüringen, berichtet der Nabu. Die Krankheit sei offenbar ansteckend und trete häufig dort auf, wo viele Vögel zusammenkämen, etwa an Futterhäuschen. Der Nabu appellierte an Vogelfreunde in ganz Deutschland, tote oder kranke Blaumeisen zu melden und Proben für Untersuchungen einzuschicken.

Labordiagnosen zum Auslöser der Krankheit stünden noch aus, heißt es auf der Internetseite des Naturschutzbundes Deutschland. Einige Eigenschaften der Krankheitswelle würden jedoch gut zu einer für Menschen ungefährlichen bakteriellen Infektion passen, die in der Vergangenheit vor allem in Großbritannien zu Lungenentzündungen bei Meisenarten geführt habe. Seit 2018 sei sie in geringem Ausmaß auch aus Deutschland bekannt.

Von der jetzt auftretenden Krankheit sind laut Nabu anscheinend vor allem Blaumeisen betroffen, in einzelnen Fällen auch Kohlmeisen oder andere kleine Singvögel.

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