„Blauer Salon“ der SVZ : Warum Zeit Lebensqualität ist: Leser treffen Franz Müntefering

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Es wurde viel gelacht bei der Diskussion am Mittwochabend, doch es wurde auch ernst.

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30. Oktober 2019, 20:43 Uhr

Ein junger Mann aus Finnland erkrankt bei einem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern unerwartet so stark, dass er nach nur wenigen Monaten sterbenskrank und austherapiert in einem Hospiz an der Ostseeküste landet. Aber niemand macht sich Gedanken darüber, dass der Sterbende zu seinen Verwandten zurück nach Finnland gebracht wird. Niemand in der Welt der Politik oder der Diplomatie oder der Krankenkassen.

Der Wünschewagen hilft

Schließlich hilft der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes und bringt ihn nach Hause. Weil es kein anderer getan hat. „Das ist die Arbeit der Arbeiter-Samariter, so ist sie vor 130 Jahren entstanden. Um Menschen zu helfen. In einer Zeit, als es damals noch keine Krankenkassen gab“, sagte Franz Müntefering am Mittwochabend in einer Leserdiskussion im Blauen Salon des medienhauses:nord.

„Letzte Wünsche wagen - Vom Leben und Sterben in Deutschland“ – unter dieser Überschrift hatte die Schweriner Volkszeitung 80 Abonnenten eingeladen, den ehemaligen SPD-Bundesvorsitzenden, Arbeitsminister, Vizekanzler und heutigen ASB-Bundespräsidenten in einer Podiumsdiskussion live zu erleben.

Eine bewegende Diskussion

Es wurde viel gelacht. Es wurde viel politisiert. Ein trauriger Abend wurde es nicht, auch wenn die Diskussion an vielen Stellen ernst war – und bewegend.

Franz Müntefering trat 2007 von seinen politischen Ämtern zurück, um seiner krebskranken Frau Ankepetra in der letzten Phase ihres Lebens zur Seite zu stehen. Heute ist er Schirmherr des Wünschewagen-Projekts. „Zeit haben und Zeit geben, das ist Lebensqualität, in dieser Zeit des Sterbens“, sagte er später, als er aus dieser Zeit berichtete. „An vielen Stellen der Gesellschaft kann man mit Zeit helfen. Und Zeit ist die Währung der Älteren“, so Münteferings Appell an andere, aber auch mit Blick auf seine vielen Ehrenämter und darauf, dass er selbst im Januar 80 Jahre alt wird.

Aber Franz Müntefering verriet an diesem Abend auch, für wen er bei der SPD-Urabstimmung um das neue Spitzenduo gestimmt hat und warum er Opposition Mist findet. Lesen Sie morgen online und am Freitag in der Tageszeitung mehr über den „Blauen Salon“ mit Franz Müntefering.

Die Karten für den nächsten "Blauen Salon" am 4. November mit Rafael Seligmann sind bereits vergeben. Sie können die Diskussion allerdings in einem Livestream online mitverfolgen.

Unsere Weihnachtsspendenaktion

Unsere Zeitung ist Medienpartner des Wünschewagens in Mecklenburg-Vorpommern. In unserer diesjährigen Weihnachtsspendenaktion werden wir wieder für den Wünschewagen sammeln. Senden Sie unter:

ASB-Landesverband MV e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE82 1002 0500 0001 4951 00
Stichwort „Medienkooperation Wünschewagen“

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