Weitere Lockerungen in Sicht : Zehn Menschen dürfen sich treffen

Nach monatelangem Einreiseverbot dürfen Tagestouristen von Freitag an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Nach monatelangem Einreiseverbot dürfen Tagestouristen von Freitag an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Die Kontaktbeschränkungen werden am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern weiter gelockert.

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05. Juni 2020, 08:34 Uhr

Neue Lockerung der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise in Mecklenburg-Vorpommern: Seit Freitag dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte an öffentlichen Orten treffen. Zuvor waren nur Treffen unter Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum erlaubt, um die Ausbreitungsgefahr für das neuartige Coronavirus zu minimieren. Nunmehr sind Verabredungen mit mehreren Freunden zum Wandern, zum Strandausflug oder zum Shoppen wieder möglich.

Am kommenden Montag sollen dann Hallen- und Spaßbäder für den Vereins- und Schulsport sowie für Schwimmkurse geöffnet werden. Beobachter rechnen damit, dass die Bäder wenig später auch für die Allgemeinheit wieder zugänglich sein werden.

Weiterlesen: Hallenbäder öffnen für Schul- und Vereinssport

Am Dienstag will die Landesregierung weitere Öffnungsschritte ab dem 15. Juni mit Kommunen, Wirtschaft, Sozialverbänden und Gewerkschaften besprechen, wie ein Regierungssprecher ankündigte. Dabei könnte es unter anderem um die Spielhallen gehen. Sie sind bislang noch zugesperrt, ebenso wie Diskotheken, Bars und Zirkusse.

Weiterlesen: Nichts geht mehr in den Spielhallen von MV

Die FDP forderte am Freitag eine umgehende Öffnung der Spielhallen. Alle anderen Bundesländer hätten den Zugang unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln längst ermöglicht, sagte der Landesvorsitzende der Freien Demokraten in MV, René Domke. Es gehe um landesweit 130 Betriebe mit 1100 Beschäftigten. Angesichts der geringen Infektionszahlen sei es unverhältnismäßig, sie noch geschlossen zu halten. Nötig sei zudem eine zeitlich befristete Aussetzung der Spiel- und Vergnügungssteuer, um die Betriebe und Arbeitsplätze zu erhalten und unverschuldete Umsatzausfälle etwas auszugleichen.

Bundesweit geringsten Corona-Zahlen

Mecklenburg-Vorpommern hat im bundesweiten Vergleich die mit Abstand geringsten Corona-Zahlen. Bis Donnerstag waren landesweit 764 bestätigte Fälle bekannt. Das sind 47 je 100 000 Einwohner. Der deutschlandweite Durchschnitt beträgt 220 Fälle je 100 000 Einwohner. Die meisten Infizierten im Nordosten gelten inzwischen als genesen. 20 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in MV.

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