Betrugsversuch : In den E-Mail-Verkehr gehackt

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Firma aus Vorpommern wird beinahe Opfer von Betrügern

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26. August 2019, 20:00 Uhr

Eine Firma aus Vorpommern ist von deutschen Sicherheitsbehörden und Interpol vor großem finanziellem Schaden bewahrt worden. Unbekannte hatten sich in den E-Mail-Verkehr des Unternehmens mit einem asiatischen Geschäftspartner „geschaltet“ und dabei die Bankverbindung auf einer Rechnung manipuliert, wie die Polizei Neubrandenburg, die Staatsanwaltschaft Stralsund und das Landeskriminalamt (LKA) am Montag gemeinsam mitteilten. Von der vorpommerschen Firma wurden daraufhin 300 000 Euro auf ein Hongkonger Konto überwiesen. Glücklicherweise bestätigte ein Mitarbeiter die Überweisung zusätzlich an den Geschäftspartner, so dass die Fehlüberweisung auffiel.

Chinesisches Gericht ordnet Rückzahlung an

Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt und Interpol sei dann versucht worden, das Geld von der Bank in Hongkong wiederzubekommen - letztlich verurteilte ein Richter in der chinesischen Hafenstadt das Geldinstitut dazu, die Summe an die Firma in Vorpommern zurückzuüberweisen. Gegen die noch unbekannten Täter ermitteln nun die Behörden in Deutschland und Hongkong. „Das Einfallstor für diese Betrugsvariante ist oftmals die ungeschützte IT-Infrastruktur und der unverschlüsselte E-Mail-Verkehr in den Unternehmen“, erklärte ein LKA-Sprecher. Im konkreten Fall sei es den Angreifern gelungen, durch eine Schwachstelle im IT-System den Mailverkehr der Firma mitzulesen.

Der Fall zeige eindrucksvoll, dass es, wenn überhaupt, nur unter großem Aufwand möglich sei, überwiesenes Geld zurückzuholen. Deshalb sollten Firmen auf die Sicherheit ihre IT-System achten und geschäftliche Mails am besten verschlüsseln. Bei Ungereimtheiten rät das LKA, sich mit der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime beim LKA zu melden.

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