Berlin : Langjähriger DDR-Außenminister Oskar Fischer gestorben

Oskar Fischer war von 1975 bis kurz nach dem Mauerfall Außenminister der DDR.

Oskar Fischer war von 1975 bis kurz nach dem Mauerfall Außenminister der DDR.

Der langjährige DDR-Außenminister Oskar Fischer ist tot.

von
03. April 2020, 10:33 Uhr

Der langjährige Außenminister der DDR, Oskar Fischer, starb am 2. April in Berlin wenige Tage nach seinem 97.Geburtstag im Kreis seiner Familie, wie der Verlag edition ost am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Mitglied des Zentralkomitees der SED war von 1975 bis wenige Monate nach dem Mauerfall Minister für Auswärtige Angelegenheiten und vertrat die DDR auf internationalem Parkett.

Nach der ersten freien Volkskammerwahl übernahm im April 1990 Markus Meckel für die SPD in der neuen Regierung unter Lothar de Maizière (CDU) das Amt für kurze Zeit.

Laut Verlag begann Fischer nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und sowjetischer Kriegsgefangenschaft in der DDR als Funktionär der Jugendorganisation FDJ. Von 1955 bis 1959 war der gelernte Schneider Botschafter in Bulgarien.

Nach einem Studium in Moskau stieg Fischer in Ost-Berlin 1965 zum Vize-Außenminister und dann zum Staatssekretär auf, bevor er das Ministeramt bekam. Nach dem Mauerfall veröffentlichte er laut Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2007 ein Buch, in dem er die Grenzen der DDR-Außenpolitik im internationalen System beschrieb.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen