Mecklenburg-Vorpommern : Behörden registrierten zahlreiche Aktionen von Rechtsextremisten

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Etwa 180 Veranstaltungen und Aktionen wurden laut Behörden registriert.

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22. Juni 2020, 18:00 Uhr

Die rechtsextreme Szene bleibt im Visier von Verfassungsschutz und Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervorgeht, registrierten die Behörden im Vorjahr landesweit etwa 180 Veranstaltungen und Aktionen, die von rechtsextremistischen Gruppierungen initiiert wurden. Dazu gehörten neben Plakataktionen und sogenannten Mahnwachen etwa gegen die Asylpolitik der Bundesregierung auch Sonnenwendfeier und Konzerte. Besonders aktiv war die Szene demnach erneut unter anderem in Güstrow und im Umfeld des Szenetreffs in Grevesmühlen.

Veranstaltungen zum Vernetzen

„Bei einem Blick auf die rechten Veranstaltungen des letzten Jahres müssen alle Alarmglocken schrillen. Mehr als 30 Mal kam der harte Kern der Neonazi-Szene zu Konzerten, Liederabenden oder Feiern in MV zusammen. Diese Veranstaltungen sind keine bloßen Feierabendvergnügen“, warnte die Linken-Abgeordnete Karen Larisch am Montag in Schwerin. Solche Veranstaltungen abseits der Öffentlichkeit würden genutzt, um sich zu vernetzen und um Absprachen zu treffen. „Dazu kommen moderne Wehrsportübungen, welche als vermeintlich harmlose Kampfsporttrainings getarnt werden, um sich auf den "Tag X‘ vorzubereiten“, erklärte Larisch. Reisen im In- und Ausland zeugten ebenfalls vom hohen Vernetzungsgrad der Szene.

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