Mecklenburg-Vorpommern : Behinderten-Werkstätten vor Schließung - über 8000 Betroffene

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Der Freitag soll nach Plänen des Sozialministeriums ein Übergangstag werden, ab Montag sollen die Einrichtungen ganz zu sein.

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18. März 2020, 16:37 Uhr

Nach Schulen und Kitas sollen jetzt auch die Behindertenwerkstätten in Mecklenburg-Vorpommern schließen. Der Freitag soll nach Plänen des Sozialministeriums ein Übergangstag werden, ab Montag sollen die Einrichtungen mit zusammen mehr als 8000 Menschen dann ganz zu sein. Beschlossen werden soll das Vorgehen einem Gesundheits- und Pflegegipfel von Landesregierung und Vertretern aus dem Bereich Gesundheit, Soziales und Pflege an diesem Donnerstag, wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Weiterlesen: Kleine Gruppen in den Kitas

Keine ausreichende Sicherheit vor Ort

Nach Angaben des Landesverbandes der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern, nach eigenen Angaben einer der großen Leistungserbringer in der Behindertenhilfe, haben bereits viele Bundesländer die Werkstätten geschlossen. Ein großer Teil der Menschen dort hätten Vorerkrankungen und trügen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus ein besonderes Risiko. In den Werkstätten ließen sich gebotene Abstände und notwendige Hygienemaßnahmen nicht ausreichend sicherstellen.

Schließung nimmt Zeit in Anspruch

Allerdings müsse das Leben der Betroffenen strukturiert und betreut weitergehen, erläuterte eine Verbandssprecherin. Um die Betreuung in den Wohneinrichtungen sicherzustellen, müsse Personal aus den Werkstätten dort arbeiten dürfen. Dies müsse mit den Kostenträgern geklärt werden. Nach Worten des Ministeriumssprechers ist dies ein Grund, weshalb die Schließung bei den Behindertenwerkstätten nicht so rasch wie in anderen Bereichen vollzogen werden konnte.

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