Bedenken wegen Reform : Ostdeutsche wären Verlierer bei neuer Grundsteuer

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Wohnungswirtschaft fordert Landeslösung für Grundsteuer

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06. Juni 2019, 13:51 Uhr

Der für den Osten befürchtete starke Anstieg der Grundsteuer kann aus Sicht der Wohnungswirtschaft von der Landesregierung verhindert werden. „Schwerin muss sich dafür einsetzen, dass die Bundesländer selbst entscheiden können, auf welcher Grundlage künftig die Grundsteuer berechnet wird“, erklärte der Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, am Donnerstag in Hamburg.

Bis Jahresende muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Grundsteuer in Deutschland reformiert werden. Der Bund der Steuerzahler legte Modellrechnungen vor, wonach die Umsetzung des Plans von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor allem für Menschen in Ostdeutschland zu Steuererhöhungen führen würde.

Reform der Grundsteuer: Bundesländer wollen individuelle Lösungen

Vor allem Bayern verlangt, dass den Bundesländern erlaubt wird, von einer Bundesregelung abzuweichen. Der Freistaat will ein Modell, bei dem sich die Steuerhöhe pauschal an der Fläche orientiert, er verlangt deshalb eine Öffnungsklausel für einzelne Bundesländer. Die Pläne von Scholz sehen vor, dass bei der Berechnung der Grundsteuer in Zukunft vor allem der Wert des Bodens und die durchschnittliche Miete eine Rolle spielen.

Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg nach eigenen Angaben 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732 000 Wohnungen leben demnach rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liege bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro.

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