Mecklenburg-Vorpommern : Bau- und Gartenmärkte wieder offen

Kunden verlassen mit vollen Einkaufswagen einen wieder eröffneten Bau- und Gartenmarkt in Schwerin.

Kunden verlassen mit vollen Einkaufswagen einen wieder eröffneten Bau- und Gartenmarkt in Schwerin.

Als erste spüren die Lockerung der Corona-Maßnahmen Gartenfreuden und Heimwerker. Noch vor den Innenstadt-Geschäften dürfen Baumärkte wieder öffnen.

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18. April 2020, 13:15 Uhr

Die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Lockerung der Corona-Schutzvorkehrungen beginnen sich für die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar zu machen. Nach dreieinhalbwöchiger Zwangsschließung dürfen Bau- und Gartenmärkte von diesem Samstag an wieder für alle öffnen. Damit endet für diese Handelssparte die wegen der Corona-Epidemie verhängte Kundensperre früher als für andere Einzelhändler, die erst von Montag an ihre Geschäfte wieder öffnen dürfen.

Zwangspause seit dem 23. März

Als eines von wenigen Ländern hatte Mecklenburg-Vorpommern am 23. März verfügt, dass zwar gewerbliche Kunden in Garten- und Baumärkten weiterhin bedient werden durften, für Privatkunden aber Liefer- und Abholdienste eingerichtet werden mussten. Damit sollten soziale Kontakte reduziert und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Ein Schild weist auf die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände hin.
Jens Büttner/dpa

Ein Schild weist auf die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände hin.

 

Die Wiederöffnung der Baumärkte ist an Bedingungen geknüpft: Es darf nur eine begrenzte Anzahl von Käufern gleichzeitig im Markt sein und Kunden sind gehalten, Schutzmasken zu tragen. Ab Montag können im Nordosten wieder alle Geschäfte öffnen, müssen aber ebenfalls den Kundenzustrom regulieren und Hygienevorgaben erfüllen. Die maximale Verkaufsfläche je Geschäft wurde auf 800 Quadratmeter begrenzt.

Öffnen können von Montag an auch Zoos, Tiergärten und Sportanlagen. Doch müssen auch dort die Abstandsregeln eingehalten werden.

Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr

Am Freitag hatte die Landesregierung überraschend eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr beschlossen. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, müssen Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi vom 27. April an einen Mund- und Nasenschutz tragen. Verlangt werde eine Stoffmaske, alternativ könne auch ein Tuch zum Schutz genutzt werden, erklärte Schwesig.

Maskenempfehlung für Geschäfte

Für Einkäufe in Geschäften des Einzelhandels gelte hingegen weiterhin die dringende Empfehlung, eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen, nicht aber eine Pflicht. Damit unterscheidet sich Mecklenburg-Vorpommern von Sachsen, das kurz zuvor als erstes Bundesland eine Maskenpflicht beschlossen und dabei neben dem öffentlichen Nahverkehr auch den Einzelhandel einbezogen hatte.

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