Von Couch zu Couch : Irland im Herzen, Sonne im Gesicht - „Bad Penny“ live auf dem Studiodach

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Anwohner vorm Haus und Tausende Zuschauer an den Geräten waren begeistert.

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13. Mai 2020, 19:30 Uhr

Das war kein Glück - es konnte nur so sein: Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel begleitete das Konzert der Irish-Folk-Rocker unweit des Ostseestrandes. Ola van Sander staunte nicht schlecht, so viele Nachbarn unten am Zaun zu sehen. Natürlich im vorgeschriebenen Abstand. Und auch seinen Humor hat der Sänger nicht verloren: "Wisst Ihr, was Corana auch Gutes hat? Endlich darf ich mal auf dem Dach spielen - auf die Idee hätte man auch früher schon kommen können!"

Auch im Netz wuchs die Fan-Gemeinde stetig - da war es zwar ärgerlich, dass Facebook den exzellenten Ton nicht freigab. Doch schon nach dem ersten Hinweis wechselten die allermeisten User sofort auf den Webseiten-Stream, und "Bad Penny" konnte am Ende fast 10.000 Zugriffe auf ihre SVZ-"Rooftop-Show" verzeichnen. Auch jetzt noch kann das Konzert hier oder auch bei Facebook oder Youtube nachgeschaut werden. Es lohnt sich!

2014 war das Trio Vorband von „Foreigner“, im vergangenen Jahr Hauptact vor 85 000 Besuchern beim Warnemünder Turmleuchten – doch 2020, im Jahr ihres 25-jährigen Bestehens, werden „Bad Penny“das erste Mal so richtig ausgeknockt! Von Corona...

Namensgeber war Rory Gallagher

22 Jahre lang ist „Bad Penny“ nonstop durch Europa getourt, etwa 100 Konzerte pro Jahr absolvierten die Jungs allein in Deutschland. Ihr Metier sind Rock und Irish Folk, überhaupt haben es ihnen keltische Elemente angetan. Ola van Sander zur Entstehung der Band: „Wir hatten vorher jeder in verschiedenen Bands gespielt. Irgendwann haben wir uns aber durch das gemeinsame Interesse an dieser Musikrichtung zusammengefunden.“ Namensgeber war Rory Gallagher, ein irischer Gitarrist und Singer-Songwriter. Er starb im Juni 1995, und als Anhänger seiner Musik haben die Mecklenburger „ihren“ Gallagher-Lieblingssong zum Band-Namen gemacht.

„Bad Penny“ – das sind Ola van Sander als Gitarrist, Sänger und Kopf der Band, Peter „Pete“ Möller (Keyboards, Akkordeon) und Fiete Blümel am Schlagzeug. „Nächste Woche wären wir eigentlich auf Irland-Tour“, erzählt Ola, „da waren wir schon öfter, nur Dublin wäre das erste Mal... Leider hat uns dieses Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht!“

Donnerstagabend im Livestream wird er dafür mit einem nagelneuen „Schmuckstück“ auftreten. „Ich war Mittwoch in Berlin und habe mir eine Gitarre gekauft. Für Insider: eine Makun Tommy Emmanuel.“ Äußerlich nicht sonderlich spektakulär, ist die Akustikgitarre doch etwas Besonderes. Sie ist aus australischem Holz und geht zurück auf den namensgebenden Musiker, der mit sehr spezieller Fingerstyle-Technik sowie intensiven Bewegungen auf der Bühne hohe Ansprüche an sein Instrument stellt und den Korpus gern auch für Perkussion-Einlagen „missbraucht“. „Das Modell gibt es nicht oft“, versichert Ola stolz.

Drei Studio-CDs haben die Musiker veröffentlicht

Die erste 2004 nannte sich schlicht „Bad Penny“, vier Jahre später erschien „Return to the G-man“ und 2013 „Don’t cry little honey“. Außerdem brachten Ola, Pete und Fiete mit „Live in Berlin“ und „Made in Europe“ zwei Live-Alben heraus.

Neben dem Celtic-Rock stehen immer wieder Projekte an. So zum Beispiel 2011 in Zusammenarbeit mit dem Buchautoren und Veranstalter Andreas Buhse „Stephan Jantzen“, eine Mischung aus Rockoper und Musical über das Leben des Lotsen, der 100 Menschen aus Seenot rettete. Oder ein deutschsprachiges Shanty-Projekt mit maritimen Songs. Und nicht zu vergessen seit sechs Jahren die Auftritte beim Turmleuchten mit dem Highlight im orkanbedingten April-Auftritt 2019. „Das war grandios“, erinnert sich Ola. „Gemeinsam mit fünf Rostocker Chören ,Aloha Heja He´ und ganz Warnemünde voller Menschen!“ 85.000 werden es Donnerstag Abend am Smartphone oder Monitor vielleicht nicht - aber grandios, das hoffen wir schon. Schalten Sie rein!

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